Extinction Rebellion

Klima-Aktivisten blockieren Hamburger City für drei Stunden

Klimaschutz-Aktivisten von Extinction Rebellion blockierten am Freitagnachmittag den Jungfernstieg.

Klimaschutz-Aktivisten von Extinction Rebellion blockierten am Freitagnachmittag den Jungfernstieg.

Foto: Michael Arning

Nichts ging mehr im Freitagabendverkehr: Extinction Rebellion hielt den Verkehr am Jungfernstieg auf. Auch Busse betroffen.

Hamburg. Auf dem Weg in den Feierabend wurden am Freitagnachmittag viele Autofahrer in der Hamburger Innenstadt aufgehalten. Knapp 200 Klimaschutzaktivisten der Bewegung Extinction Rebellion blockierten von 15 Uhr für knapp drei Stunden den Verkehr am Jungfernstieg. Seit 17.45 Uhr ist die Demonstration beendet. Anschließend wurden auch sämtliche Straßensperrungen und Umleitungen der Hochbahn-Busse wieder aufgehoben.

Die Aktion am Valentinstag stand unter dem Motto "Verliebt in Paris!" Erklärtes Ziel war, die Hamburger Politik dazu zu bewegen, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um das das Pariser Klimaschutzabkommens zu erfüllen. Es sieht vor, dass der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf 1,5 Grad begrenzt wird. Die im rot-grünen Klimaplan vorgesehenen CO2-Einsparungen reichten dafür nicht aus.

Verkehrsblockade – auch HVV-Busse betroffen

Die Aktivisten postierten sich zwischen Große Bleichen und Neuem Jungfernstieg im Bereich des Hamburger Hofs. Die Linienbusse des HVV ließen sie zunächst passieren.

Im weiteren Verlauf wurde der Busverkehr am Jungfernstieg dann aber eingestellt und umgeleitet. Viele Fahrgäste, die vergebens an den Haltestellen warteten, reagierten mit Unverständnis auf die Aktion. Die Straßen rund um die Binnenalster – Jungfernstieg, Neuer Jungfernstieg und Ballindamm – wurden durch die Polizei für den Verkehr gesperrt.

Ziehen die Demonstranten zum Fischmarkt weiter?

Bereitschaftspolizisten, die für das abendliche Fußballspiel des FC St. Pauli eingeteilt waren, waren mit einem Lautsprecherwagen vor Ort. Zudem beobachtete die Polizei das Geschehen vom Hubschrauber Libelle aus, der über der Binnenalster kreiste.

Anschließend zogen die meisten der Demonstranten weiter zum Fischmarkt, wo für 18 Uhr bis 21 Uhr eine weitere Aktion von Umweltschützern angekündigt war. Etwa 150 Unterstützer von Hamburgs Wälder versammelten sich in diesem Zeitraum. Es blieb dabei durchgehend friedlich, die Polizei musste nicht eingreifen. Auch der Verkehr wurde nicht beeinträchtigt.