Hamburg-Mitte

Defekt: Fahrradbarometer an der Alster wird repariert

Nach nur sieben Wochen im Betrieb ist die 22.000 Euro teure Zählanlage bereits defekt. Die Fehlfunktion kam beim Einbau einer Luftpumpenstation zustande. Der Bezirk will den Fehler schnell beheben.

Hamburg. Nachdem die 22.000 Euro teure Fahrradzählsäule an der Alster nach nur sieben Wochen im Betrieb ausgefallen ist, arbeitet der Bezirk nun an der Behebung des Defektes. „Uns haben zahlreiche Mails von Passanten erreicht und auf den Fehler hingewiesen“, sagte Sorina Weiland, Sprecherin von Hamburg-Mitte am Freitag.

Die Fehlfunktion habe sich beim Einbau einer Luftpumpenstation neben dem Barometer an der Gurlitt-Insel ergeben. „Die Station wurde diese Woche installiert, dabei ist es bedauerlicher Weise zu einem technischen Defekt gekommen“, so Weiland. Die Reparaturarbeiten dauern derzeit an.

Ein Abendblatt-Leser hatte am Donnerstag von dem defekten Fahrradbarometer berichtet. Statt vorbeifahrende Fahrräder zu zählen und die tagesaktuelle Zahl anzuzeigen, waren vielmehr flimmernde Anzeigen zu sehen. Der 421. Radfahrer war der Letzte, der am Donnerstag erfasst wurde.

Die Zählsäule hatte der Bezirk erst im Oktober An der Alster aufgestellt, um im Rahmen des Ausbaus des Radverkehrs den Einfluss des Wetters auf das Fahrverhalten und die jährliche Belastung der Strecke zu untersuchen. Bezirksamtsleiter von Mitte, Andy Grote (SPD), hatte sich sehr angetan von der 22.000 Euro teuren Investition gezeigt und hoffte, „nebenbei den ein oder anderen Autofahrer zu ermuntern, den Umstieg aufs Fahrrad einfach mal auszuprobieren“. Für fünf „Luftpumpenstationen“ - eine davon neben der Fahrradsäule - gibt der Bezirk zudem mehr als 12.000 Euro aus.

Heftige Kritik kommt dagegen von der CDU und dem Bund der Steuerzahler (BdSt). „Wir sind immer wieder erstaunt darüber, wie viele Steuergelder in dieser Stadt für unnötige Projekte verschleudert werden. Ein einzelner leicht zu manipulierender Fahrradzähler kann keine zuverlässigen wissenschaftlichen Erkenntnisse liefern“, sagte der BdSt-Vorsitzende Lorenz Palte dem Abendblatt noch Mitte November.