Plan des Senats

Hamburg will Rad-Stellplätze an Bahnhöfen fast verdoppeln

Der Hamburger Senat plant laut Medienberichten in den nächsten zehn Jahren 12.000 neue Stellplätze für Fahrräder - für 40 Millionen Euro. Auch die ersten Standorte stehen bereits fest.

Hamburg. An der Kellinghusenstraße und am Bahnhof Altona sind die Fahrradstellplätze völlig überfüllt, für Fußgänger gibt es kaum ein Durchkommen. Diese Situation will die Stadt nun ändern. Nach Informationen von NDR 90,3 sollen bis 2025 Abstellmöglichkeiten für insgesamt 12.000 Fahrräder entstehen. Damit wird deren Zahl um 75 Prozent erhöht, denn bisher gibt es in Hamburg 16.000 öffentliche Stellplätze für Fahrräder.

40 Millionen Euro soll für die Rad-Offensive ausgegeben werden, pro Jahr würden Kontrolle und Pflege der Stellplätze nochmals mit 500.000 Euro zu Buche schlagen.

Am U-Bahnhof Kellinghusenstraße und an den S-Bahnhöfen Holstenstraße, Altona und Dammtor soll die Situation besonders schlimm sein, deswegen würden dort die neuen Stellplätze entstehen. Auch soll es darum gehen, vor allem qualitativ bessere Plätze zu schaffen: Mit fest im Boden verankerten Bügeln als Diebstahlsicherung und auch mit überdachten Parkplätzen.

Die Verkehrsbehörde hat das Programm bestätigt und will Anfang 2015 Details nennen. Im Juli hatte Helma Krstanoski, Sprecherin der zuständigen Behörde, dem Abendblatt bereits gesagt, dass auch der Bau reiner Fahrradparkhäuser, wie es sie etwa in Münster (Westfalen) gibt, eine Option sei.

Die Dringlichkeit neuer Abstellplätze belegen auch die HVV-Zahlen: 1,5 Prozent mehr Kunden als noch 2012 nutzen die Busse und Bahnen innerhalb des Hamburger Verkehrsverbunds. Auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) in Hamburg drängt: „Es besteht ein großer Bedarf für moderne und sichere Fahrradabstellplätze an den S- und U-Bahn-Haltestellen. Nur so kann man die kombinierte Nutzung von Fahrrad und ÖPNV attraktiv machen“, sagte Vorstand Dirk Lau.