Eimsbüttel

Neuer Radweg zwischen Dammtor und Karolinenstraße geplant

Auf etwas mehr als einem Kilometer Länge sollen die Rad- und Gehwege zwischen Bahnhof Dammtor und Karolinenstraße neu gebaut oder verbessert werden. Kritik gibt es von den Grünen.

Hamburg. Die entsprechenden Forderungen gibt es schon seit Jahren, jetzt stellte der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer erste Pläne für den Uni-Radweg vor: Auf etwas mehr als einem Kilometer Länge sollen die Rad- und Gehwege zwischen Bahnhof Dammtor und Karolinenstraße neu gebaut oder verbessert werden.

Zum Teil wird der Radverkehr den Plänen zufolge künftig auch auf Radfahrstreifen auf der Straße geführt. Zudem sehen die Pläne etliche Umbauten an Bordsteinen, Ampeln oder an Kreuzungen vor, um Verbesserungen für Radler und Fußgänger zu erzielen. Ziel sei, so heißt es in dem ersten Entwurf, „den Radverkehr durchgängig und möglichst geradlinig zu führen“. Unfallschwerpunkte und heutige Gefahrenzonen mit einer dichten Gemengelage zwischen Radfahrer und Fußgängern sollen auf ein „Minimum“ reduziert werden. Die Realisierung sei für das kommende Jahr geplant.

Im Detail sieht die Planung vor, dass zwischen Rentzelstraße und der Kreuzung Grindelallee/Bundesstraße auf beiden Seiten Radfahrstreifen auf der Fahrbahn angelegt werden, die zwischen 1,85 und 2,50 Meter breit sind. Ein Gehweg auf der Bahnseite soll dafür entfallen. Im weiteren Verlauf zwischen Grindelallee und Dammtordamm sollen die Radler stadtauswärts auf einem eigenen, rund zwei Meter breiten Radweg fahren. Der Gehweg daneben wird ebenfalls eine solche Breite bekommen.

Stadteinwärts wird ab Grindelallee ebenfalls ein Radweg angelegt, der im Bereich von Bäumen allerdings nur etwa 1,50Meter breit sein wird. Zustimmung, aber teils auch starke Kritik an Details der Planung kommt von den Grünen, die bereits 2012 eine neue Führung des Radwegs an dieser Stelle gefordert hatten. Die Maßnahmen seien sehr klein ausgelegt, teilweise gebe es viel zu wenig Platz für Fußgänger. Man müsse mehr Raum von der Straßenfahrbahn hinzunehmen, statt Geh- und Radwege zu großen Teilen lediglich auf den vorhandenen Nebenflächen zu verteilen, kritisieren die Grünen.

Auf Kritik stößt auch die Datengrundlage, weil sich die Planung auf Verkehrszählungen von 2000, 2001 und 2006 bezögen und damit viel zu alt seien. Mit einer schriftlichen Anfrage an den Senat verlangt der Grünen-Bürgerschaftsabgeordnete Till Steffen daher nun aktuelle Zahlen zum Radverkehr in Hamburg.