Corona-Bußgeld

Maskenmuffel: HVV kassiert bereits mehr als 55.000 Euro

Maskenmuffel im HVV müssen seit dem 24. August eine "Vertragsstrafe" von 40 Euro bezahlen.

Maskenmuffel im HVV müssen seit dem 24. August eine "Vertragsstrafe" von 40 Euro bezahlen.

Foto: Michael Rauhe / FUNKE Foto Services

Kontrolleure erwischten bereits 1400 Fahrgäste ohne Maske. Verkehrssenator will HVV-Kunden sicheres Gefühl vermitteln.

Hamburg. Maskenmuffel müssen in Bus und Bahn innerhalb des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) seit dem 24. August eine "Vertragsstrafe" von 40 Euro bezahlen. Am Donnerstag zog der HVV eine erste Bilanz.

Rund 1400 Fahrgäste ohne Maske im HVV erwischt

Die Kontrolleure erwischten demnach insgesamt rund 1400 Fahrgäste, die ohne Mund-Nasen-Bedeckung unterwegs waren oder ihre Maske nicht ordnungsgemäß getragen haben und jetzt mit 40 Euro zu Kasse gebeten werden.

Dadurch hat der Verkehrsverbund in den ersten Tagen bereits rund 56.000 Euro eingenommen. Außerdem ergaben die Kontrollen, dass die Bereitschaft zum Tragen der Masken je nach Wochentag, Tageszeit und Strecke variiere.

Die Maskenpflicht innerhalb des ÖPNV gilt bereits seit dem 27. April, jedoch hatte die Disziplin nach Ende der Sommerferien laut Senat deutlich abgenommen. Kontrollen ergaben, dass in der Spitze bis zu 15 Prozent der Fahrgäste den HVV ohne Maske nutzten. Nach der Einführung der Strafe habe sich die Bereitschaft jedoch wieder deutlich gebessert. Die Tragequote liege zurzeit wieder bei rund 95 Prozent.

Tjarks: "Einführung der Vertragsstrafe richtig und notwendig"

„Dass die Tragedisziplin nun wieder deutlich zugenommen hat, zeigt, dass die Einführung der Vertragsstrafe richtig und notwendig war", sagt Anjes Tjarks (Grüne), Senator für Verkehr und Mobilitätswende. "Mit ihr haben wir noch einmal verdeutlicht, dass das korrekte Tragen einer Mund-Nasenbedeckung im ÖPNV eine Pflicht und keine Empfehlung ist, dem Schutz aller Fahrgäste dient und bei Nicht-Einhaltung auch sanktioniert werden kann."

HVV-Clip Klartext mit Erna

Die Verkehrsunternehmen werden die Einhaltung auch weiterhin kontrollieren, so der Verkehrssenator. Damit solle den Kunden des HVV ein sicheres Gefühl vermittelt werden. "Meine Idealvorstellung wäre es, dass künftig keine Strafen mehr ausgesprochen werden müssten", sagt Tjarks.

Auch Dietrich Hartmann, Geschäftsführer des Hamburger Verkehrsverbundes, zieht positive Bilanz: „Die Aufnahme der Vertragsstrafe in die Beförderungsbedingungen des HVV ist ein klares Signal, das schnell Wirkung gezeigt hat."

60 Streifen kontrollieren die Maskenpflicht im Hamburger ÖPNV

Der Mund-Nasen-Schutz muss in Bussen, Bahnen und den fahrkartenpflichtigen Bereichen des HVV getragen werden. Bis zu 60 Streifen kontrollieren zurzeit parallel in den Verkehrsmitteln der Hochbahn, des VHH und der S-Bahn sowie an den Haltestellen.

Die Strafe von 40 Euro sei laut Senat vergleichbar zum Schwarzfahren oder zur Nicht-Beachtung des geltenden Alkohol- und Rauchverbots im ÖPNV und werde direkt vor Ort von den Kontrolleuren erhoben.