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Live! Oster-Gottesdienst aus der St.-Pauli-Kirche

Lesedauer: 2 Minuten

Der bekannte Hamburger Kulturjournalist Daniel Kaiser gestaltet den Gottesdienst allein – ohne Gemeinde.

Hamburg. Das Coronavirus legt auch das Religiöse in Hamburg lahm – und erfordert Kreativität. Da Sie wegen der Pandemie nicht physisch in die Kirche gehen können, bieten einige Gemeinden über Ostern Gottesdienste digital oder am Telefon an. Das Hamburger Abendblatt überträgt am Sonntagmorgen ab 10 Uhr für Sie einen ganz besonderen Gottesdienst aus der St.-Pauli-Kirche im Stadtteil Altona-Altstadt.

Der Hamburger Kulturjournalist Daniel Kaiser, der Theologie studiert hat und regelmäßig in verschiedenen norddeutschen Kirchen auf der Kanzel steht, gestaltet den Gottesdienst allein – ohne Gemeinde. Werfen Sie auch einen Blick auf unsere Übersicht mit allen Gottendiensten zum Abholen.

Landesbischöfin der Nordkirche mit Osterbotschaft

Derweil hat die Landesbischöfin der Nordkirche, Kristina Kühnbaum-Schmidt, in ihrer Osterbotschaft zu gegenseitiger Fürsorge in der Coronakrise aufgerufen. „Wir alle können täglich füreinander Hoffnungszeichen sein“, sagte Kühnbaum-Schmidt in ihrer Osterbotschaft. „Verbunden und füreinander da sein, auch wenn wir nicht nebeneinander sitzen können.“ So könnten Einsame mit Briefen und Anrufen getröstet werden.

Zugleich rief Kühnbaum-Schmidt zur weiteren Aufnahme von Flüchtlingen auf. „Wir erleben ja gerade selbst, wie dringend und notwendig Hilfe, Unterstützung und Rettung für die Schwächsten der Schwachen sind“, betonte die Landesbischöfin.

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Kühnbaum-Schmidt bezeichnete Ostern als das „Fest der Befreiung“. Die Sehnsucht nach Befreiung sei in diesen Tagen groß. „Denn so viele Begrenzungen, so viele Verneinungen prägen unser Leben: Keine Gottesdienste in den Kirchen. Kein Familienbesuch. Kein Osterausflug. Kein Wiedersehen am Osterfeuer.“

Vielen Menschen machten die Kontaktverbote sehr zu schaffen. Auf Kontakte und Nähe zu verzichten, gehe an die Substanz. Die Angst, einen lieben Menschen zu verlieren, lasse die eigene Ohnmacht spüren. Die Angst vor Arbeitslosigkeit raube den Schlaf. Die Osterbotschaft jedoch verwandele Tod in Leben.