Hamburg

Hausbrand in Blankenese: Noch immer Glutnester im Dachstuhl

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Hamburg zu Ostern 2020: Feuerwehrleute stehen vor dem teils von Bäumen verdeckten qualmenden Haus in Blankenese nahe dem Hessepark.

Hamburg zu Ostern 2020: Feuerwehrleute stehen vor dem teils von Bäumen verdeckten qualmenden Haus in Blankenese nahe dem Hessepark.

Foto: dpa

Bewohnerin aus mehrgeschossigem Haus am Hessepark gerettet und verletzt ins Krankenhaus gebracht. Nachlöscharbeiten dauern an.

Hamburg. Großeinsatz am Ostersonnabend in Blankenese: Bei einem Brand in einem mehrgeschossigen Haus ist nach Feuerwehrangaben eine 85 Jahre alte Bewohnerin am Sonnabendabend zwar gerettet, aber durch eine Rauchgasinhalation verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden. Noch am Sonntagvormittag gab es nach wie vor vereinzelt Glutnester im Dachstuhl, wie die Feuerwehr mitteilte.

Wie ein Sprecher dem Abendblatt bestätigte, "brannte das Haus lichterloh", als nach dem Notruf die ersten Einsatzkräfte vor Ort waren. Zu Ursachen des Brandes an der Straße Am Kiekeberg könne man noch nichts sagen, erklärte ein Sprecher des Lagedienstes. Der Brandgeruch war am Sonntagvormittag selbst in der Hamburger Innenstadt zu bemerken.

Brand in Blankenese: "Totalschaden"

Feuerwehrsprecher Jan Ole Unger sagte dem Abendblatt am Sonnabend gegen 20.30 Uhr von der Einsatzstelle, das Haus stehe in Vollbrand. Es sei am Hang gebaut. Das Feuer habe offenbar bereits einen "Totalschaden" hinterlassen. "Man kann schon den nackten Stein sehen." Derzeit schütze man auch benachbarte Gebäude. Die Wasserversorgung gestaltete sich offenbar schwierig.

Nach gut drei Stunden des Löschens wagten sich die Feuerwehrleute an den "Innenangriff". Es waren zum dem Zeitpunkt zwar noch Flammen zu sehen und der Einsturz von Wänden und Decken drohte. Aber die Feuerwehr musste die Glutnester löschen.

Wegen des "Durchzündens" des Feuers aus dem ersten Obergeschoss hatten die Einsatzkräfte einen sogenannten zweiten Alarm ausgelöst. Dadurch wurden weitere Feuerwehrleute alarmiert. Etwa 70 waren bis zum späten am Abend im Einsatz.

Wie die Polizei mitteilte, wurden die Löscharbeiten zudem durch die Tochter der 85 Jahre alten Hausbewohnerin und ihren Ehemann erschwert. Beide seien emotional sehr aufgewühlt gewesen und hätten so die Löscharbeiten aktiv behindert. Der Schilderung eines Augenzeugen zufolge hatten beide die Einsatzkräfte beschimpft, mehrfach gestört und Widerstand gegen die Beamten geleistet. Die Polizei nahm die aufgebrachte Frau und ihren Ehemann daraufhin vorläufig fest.

Der Rauch war weithin sichtbar – auch von der anderen Elbseite. Das Haus befindet sich in der Nähe des Hesseparks in Blankenese. Die Höhe des entstandenen Sachschadens war am Sonntag zunächst noch unklar.

( HA/dpa/ryb )

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