Hygiene

Lebensmittelkontrollen: Hamburg plötzlich bundesweit spitze

In Hamburg wurden Lebensmittel in den vergangenen Jahren vergleichsweise häufig kontrolliert (Symbolbild).

In Hamburg wurden Lebensmittel in den vergangenen Jahren vergleichsweise häufig kontrolliert (Symbolbild).

Foto: Imago/Panthermedia

Foodwatch ermittelt Dichte der Kontrollen – Hansestadt übertrifft den Zielwert deutlich. Politiker lobt Personalstrategie des Senats.

Hamburg. Die Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V. hat im Dezember 2019 die Lebensmittelkontrollen in Deutschland geprüft. Laut Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage des SPD-Abgeordneten Jenspeter Rosenfeldt ist die Dichte der Kontrollen in Hamburg bundesweit am höchsten gewesen.

In der Hansestadt wurden demnach 2018 durchschnittlich 90 Prozent der Plankontrollen auch durchgeführt – womit der Zielwert von 80 Prozent deutlich übertroffen werde, so die SPD-Fraktion. Im Jahr 2017 lag die Quote sogar bei 92 Prozent. Zwischen 2011 bis 2016 dagegen wurde der Zielwert nicht einmal erreicht.

Neue Erfassungssystematik bei Kontrollen

Diese unbefriedigende Situation hat sich also seit 2017 nach den Senatszahlen deutlich verbessert. Im Jahr 2018 gab es 13.676 Routinekontrollen in Betrieben der Gastronomie oder der Lebensmittelverarbeitung. Dass die absoluten Zahlen seit 2011, als sie bei 17.581 lagen, gesunken sind, habe mit einer anderen Erfassungssystematik zu tun.

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"Das Ergebnis zeigt, dass wir bei den Lebensmittelkontrollen auf dem richtigen Weg sind“, sagte Rosenfeldt. "Die Strategie des Senats, mehr Fachkräfte auszubilden, um Personalmangel aufgrund von Stellenwechsel und Pensionierung vorzubeugen, ist aufgegangen.“