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Angebot an Hamburger: Für jeden Flug einen Klima-Ausgleich

Der Hamburger Flughafen.

Der Hamburger Flughafen.

Foto: Imago

Passagiere können per Klick die CO2-Belastung ihrer Reise kompensieren – etwa mit einer Spende für die Loki-Schmidt-Stiftung.

Hamburg.  Das Jahr der „Flugscham“ wird der Hamburger Flughafen voraussichtlich mit einem leichten Passagierplus abschließen. Um den Gästen zu ermöglichen, im Hinblick auf das Klima mit einem besseren Gewissen abzuheben, startet der Airport jetzt eine Initiative zur regionalen Kompensation der CO2-Emission der Reise.

Auf der Internetseite des Flughafens gelangen Passagiere mit einem Klick zu Spendenformularen von drei lokalen Projektpartnern. Der Verein Citizens Forests aus Bönningstedt lässt Brachflächen mit heimischen Baumarten bepflanzen, die Eimsbütteler Ida-Ehre-Schule finanziert mit Spenden mehrere Hektar Land vor den Toren Hamburgs für einen „Klimawald“, und die Loki-Schmidt-Stiftung sammelt Geld für Straßenbäume in Hamburg.

Vorreiterrolle unter deutschen Airports

Fluggäste können wählen, welches Projekt sie freiwillig unterstützen und welchen Betrag sie spenden möchten. Als „Orientierungshilfe“ empfiehlt der Airport für einen einfachen Flug in der Economy-Klasse fünf bis 15 Euro bei Zielen wie etwa München oder Mallorca, 15 bis 50 Euro für Reisen nach Fuerteventura oder Dubai und 50 bis 100 Euro für Langstreckentrips, etwa nach New York.

Mit der Initiative für einen lokalen CO2-Ausgleich übernimmt der Flughafen Hamburg nach eigenen Angaben eine Vorreiterrolle unter den deutschen Airports. Andere Flughäfen sowie mehrere Airlines, darunter die Lufthansa und Ryanair, bieten den Passagieren eine Kompensation über weltweit tätige Organisationen wie etwa Myclimate an.

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Manfred Braasch, Hamburger Landesgeschäftsführer der Umweltorganisation BUND, kann der Initiative des Flughafens wenig abgewinnen: „Fliegen bleibt klimakritisch, da hilft auch ein Ablasshandel mit Lokalkolorit wenig.“ Das Pflanzen von Bäumen sei nur bedingt ein wirklicher Ausgleich für die CO2-Last aus dem Flugverkehr. Für Braasch sieht die Initiative „sehr nach Greenwashing aus“, da das Problem Fliegen und Klimakrise heruntergespielt werde.