Hamburger Unternehmer

Prozess gegen Stadtplan-Erbe Falk: Zeuge widerruft Aussage

Im Prozess gegen den Hamburger Unternehmer Alexander Falk vor dem Landgericht Frankfurt ruderte ein wichtiger Zeuge nun zurück (Symbolbild).

Im Prozess gegen den Hamburger Unternehmer Alexander Falk vor dem Landgericht Frankfurt ruderte ein wichtiger Zeuge nun zurück (Symbolbild).

Foto: picture alliance/imageBROKER

Völlig überraschend ruderte ein wichtiger Zeuge im Prozess gegen den Hamburger Unternehmer zurück. Seine Begründung.

Hamburg/Frankfurt am Main. Im Prozess gegen den Hamburger Stadtplan-Erben Alexander Falk wegen Anstiftung zum Mord hat ein wichtiger Zeuge der Anklage seine frühere Aussage vor Gericht widerrufen. Er habe nur aufgrund starken psychischen Drucks im Jahr 2018 bei der Polizei behauptet, Falk habe in einem Hamburger Restaurant zwei Killer auf einen Frankfurter Rechtsanwalt angesetzt, sagte der 48-Jährige am Donnerstag als Zeuge vor dem Landgericht Frankfurt.

Einen solchen Mordplan habe es aber nicht gegeben. Ein Treffen in der Gaststätte habe erst nach dem Anschlag auf den Juristen im Februar 2010 stattgefunden. Mehrfach nahm der Zeuge sein Schweigerecht in Anspruch, um sich nicht selber strafbar zu machen.

Falk bestritt die Vorwürfe vor dem Frankfurter Landgericht

Falk wurde im September vergangenen Jahres verhaftet und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Sein Verteidiger Björn Gercke erklärte vor der Verhandlung, sein Mandant sei unschuldig. Die Staatsanwaltschaft stütze sich unter anderem auf einen kriminellen Zeugen, der für seine Aussage 100.000 Euro Belohnung verlangt habe.

„Diesen Auftrag habe ich nicht gegeben“, sagte der 50-jährige Falk in einer rund einstündigen Stellungnahme bei Prozessauftakt. „Einen feigen Anschlag in Auftrag zu geben, widerspricht allem, was mir wichtig ist, meiner Erziehung, meinen Werten, meinem Sportsgeist.“ Falk räumte allerdings ein, einen Datendiebstahl unter anderem bei dem betroffenen Anwalt in Auftrag gegeben zu haben, um in einem Rechtsstreit seine Unschuld zu beweisen.

Laut Staatsanwaltschaft soll Falk hingegen 2009 in einem Hamburger Restaurant einen Mann mit der Tötung des Anwalts beauftragt haben. Später sollen bislang unbekannte Täter dem Opfer im Februar 2010 vor dessen Wohnung in Frankfurt aufgelauert und ihn angeschossen haben. Hintergrund des Mordauftrags soll ein Rechtsstreit gewesen sein.

( dpa/HA )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Hamburg