Hamburg

Schüler verbessern sich in Mathe und Co. – aber nur leicht

Schüler im digitalen Mathe-Unterricht.

Schüler im digitalen Mathe-Unterricht.

Foto: picture alliance/dpa

Bildunsgsenator Rabe (SPD) ist nicht zufrieden: Neuntklässer sind weiterhin schlechter als der Bundesdurchschnitt.

Hamburgs Schülerinnen und Schüler haben sich in den Fächern Mathematik, Biologie und Physik leicht verbessert. Das geht aus einer Studie des Instituts für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) hervor, die am Freitag der Kultusministerkonferenz vorgestellt wurde und die Leistungen in Mathe sowie drei naturwissenschaftlichen Fächern mit denen von 2012 verglich.

In den drei Fächern konnten leichte Zugewinne verbucht werden. Dennoch schneiden die Hamburger Neuntklässler noch immer etwas schlechter ab als im Bundesdurchschnitt. In Mathe erreichten bundesweit durchschnittlich 44,9 der getesteten Neuntklässler den Regelstandard; in Hamburg waren es nur 42,8 Prozent. In Physik schafften deutschlandweit 69,3 Prozent den Regelstandard, in Hamburg nur 63 Prozent.

Ties Rabe ist nicht zufrieden

Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) ist trotz der leichten Verbesserung nicht zufrieden. „Das ist nicht genug. Denn in den letzten Jahren sind wir in anderen Fächern und Jahrgangsstufen im Bundesvergleich viel weiter vorangekommen“, sagt er. Zwar sei Hamburg jetzt auch in Mathematik auf den elften Platz der 16 Bundesländer vorgerückt, aber in den Naturwissenschaften bleibe der Stadtstaat auf dem vorletzten Platz.

„Das ist ärgerlich und muss dringend besser werden“, sagte Rabe, auch wenn Hamburg besonders viele Schüler aus bildungsfernen Familien habe. Der SPD-Politiker kündigte an, die Ergebnisse sorgfältig analysieren und Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten – gerade in den Naturwissenschaften. „Dazu werden wir insbesondere die Zahl der Unterrichtsstunden, die Bildungspläne, aber auch Methodik und Didaktik des Unterrichts analysieren und überarbeiten.“

Mittelmaß dürfe nicht Anspruch Hamburg sein

Die FDP-Fraktionschefin und Bildungsexpertin Anna von Treuenfels-Frowein überzeugt das nicht. „Stillstand bedeutet Rückschritt und das Verharren im Mittelmaß darf nicht der Anspruch Hamburgs sein“, sagte sie. „Der enttäuschende Platz elf im bundesweiten Vergleich in Mathematik zeigt, dass alle bisherigen Anstrengungen von Bildungssenator Rabe offenbar vergeblich waren.“

Ebenso „dramatisch“ nannte sie Hamburgs vorletzten Platz in den Naturwissenschaften. „Bildungssenator Rabe hat es in achteinhalb Jahren nicht geschafft, diesen Zustand zu verbessern, sondern dass Hamburg auf den hinteren Plätzen verweilt“, so Treuenfels.