Hamburg

Falkensteiner Ufer: Vorarbeiten für Elbvertiefung gestartet

Der Hopperbagger "Scheldt River" fährt beim Auftakt des Fahrrinnenausbaus für die Elbvertiefung auf der Elbe.

Der Hopperbagger "Scheldt River" fährt beim Auftakt des Fahrrinnenausbaus für die Elbvertiefung auf der Elbe.

Foto: Axel Heimken / dpa

Auf Höhe des Campingplatzes wird ein neuer Düker zur Elbinsel Neßsand gebaut. Das Projekt soll rund 6,4 Millionen Euro kosten.

Hamburg. Spaziergänger wundern sich schon länger: Vor und am Falkensteiner Ufer auf Höhe des Campingplatzes laufen Bauarbeiten. Sie gehören, wie viele zu Recht vermuten, zum Jahrhundertprojekt Fahrrinnenanpassung, landläufig auch als Elbvertiefung bezeichnet.

Die Details: In den vergangenen Wochen wurde ein neuer Düker vom Ufer zur Elbinsel Neßsand gebaut. Durch dieses unterirdische Rohr werden die benötigten Leitungen zur Insel geführt, wie Sinje Pangritz von der Hamburg Port Authority (HPA) erläutert. Auf Neßsand befinden sich ein Radarturm zur Überwachung des Schiffsverkehrs, ein Betriebsgebäude der HPA und ein Gebäude der Umweltbehörde. Sie alle müssen von Land aus mit Frischwasser, Strom und Daten versorgt werden.

Alter Düker für Elbvertiefung nicht tief genug im Wasser

Experten hatten festgestellt, das der alte Düker für die Fahrrinnenanpassung nicht tief genug unter der Elbe liegt. Er hätte, so die Befürchtung, nach Abschluss der Baggerarbeiten von der Strömung freigespült oder durch einen Anker beschädigt werden können.

Um das zu verhindern, musste ein neuer, tieferliegender Düker vom Ufer bis Neßsand angelegt werden. Dazu bohrten Fachkräfte unterirdisch einen kleinen Tunnel zur Insel, der dann – ebenfalls unterirdisch – auf die benötigte Größe ausgeweitet wurde. Auf diese Weise blieb der Schiffsverkehr von den Arbeiten unbeeinträchtigt.

Projekt kostet rund 6,4 Milliarden Euro

Der neue Düker ist rund 980 Meter lang, hat einen Durchmesser von 50 Zentimetern und liegt circa 50 Meter stromabwärts vom alten, der stillgelegt wird. In einem letzten Schritt werden jetzt die Leitungen an Land verlegt und an die jeweiligen Systeme angeschlossen. Das gesamte Projekt kostet rund 6,4 Millionen Euro.

Vor Blankenese hat unterdessen der Stelzenponton „Andreas“ seine Arbeit begonnen. Wie berichtet, werden dort die beiden Leuchttürme durch Neubauten ersetzt. Die Arbeiten des Kampfmittelräumdienstes sind bereits abgeschlossen. „Andreas“ wird für die Gründungsarbeiten des Unterfeuers genutzt, außerdem ist er für den Bau eines Widerlagers der Zugangsbrücke im Einsatz, wie Sinje Pangritz erläutert. Über die Brücke werden der Sockel und die Aussichtsplattform des Unterfeuers von Land aus erreichbar sein. Diese „Gründungsarbeiten“ werden bis zum Sommer kommenden Jahres andauern.