Stardirigent

Currentzis will nur noch drei Konzerte pro Jahr geben

Dirigent Teodor Currentzis bei einem seiner Konzerte.

Dirigent Teodor Currentzis bei einem seiner Konzerte.

Foto: dpa / Sebastian Gollnow

Exklusives Interview im Hamburger Abendblatt: Teodor Currentzis über seinen Beruf und die fehlende Liebe zum Dirigieren.

Hamburg/Bremen. Der Dirigent Teodor Currentzis träumt „von einer Welt ohne Dirigenten und Politiker“. Nach einer konzertanten Aufführung von Mozarts Oper „Così fan tutte“ beim Musikfest Bremen sagte der 47-Jährige dem Hamburger Abendblatt (Freitag-Ausgabe): „Ein Dirigent muss wissen, dass er kein besserer Mensch ist als ein Orchestermitglied. Dass er noch nicht mal ein besserer Musiker ist. Dieser Beruf stammt letztlich von der Monarchie ab. Deswegen mag ich das Dirigieren eigentlich auch nicht. Ich liebe die Musik, aber nicht das Dirigieren.“ Sein Wunschtraum, so Currentzis: „Drei Konzerte pro Jahr dirigieren, ansonsten aber komponieren und in der Natur sein.“

Currentzis bei Salzburger Festspielen

In diesem Sommer präsentierte der in Athen geborene Dirigent gemeinsam mit dem US-amerikanischen Regisseur Peter Sellars Mozarts „Idomeneo“ als erste Opernpremiere der diesjährigen Salzburger Festspiele. Currentzis gilt in der Klassik-Welt als radikaler Neudenker und wird von vielen als charismatischer Orchesterlenker gefeiert.

Die Konzerte und CD-Einspielungen mit dem MusicAeterna-Orchester und -Chor spalten Publikum und Kritik gleichermaßen in Bewunderer und Skeptiker. Currentzis, der 2011 Musikdirektor des Opernhauses in Perm wurde und im Sommer von diesem Amt zurücktrat, ist seit Beginn der Spielzeit 2018/19 Chefdirigent des neu gegründeten SWR Symphonieorchesters.

Das Interview lesen Sie am Freitag bei abendblatt.de und in der Printausgabe des Hamburger Abendblatts.