Bildung

Matheförderung wird auf höhere Klassen ausgeweitet

Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD).

Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD).

Foto: picture alliance

Uni Hamburg hatte Projekt ins Leben gerufen, um mathematisch begabte Kinder schon in der dritten und vierten Klasse zu fördern.

Hamburg. Zum 20. Jubiläum der Matheförderung „PriMa“ wird das Projekt in den Schulen der Hansestadt auf die fünften bis zehnten Klassen ausgeweitet. Die Universität Hamburg hatte das Forschungs- und Förderprojekt 1999 ins Leben gerufen, um mathematisch besonders begabte Kinder schon in der dritten und vierten Klasse zu fördern. Es besteht aus einer universitären Begabtenförderung, derzeit rund 100 Mathematikzirkeln an Grundschulen und der Weiterbildung von Mathematiklehrern zu Moderatoren und Fachberatern. Ein Ziel ist es, bei den Schülern möglichst früh das Interesse am Fach zu fördern und zu unterstützen.

Unter dem neuen Namen „PriSMa“ soll das Projekt für mathematisch begabte Schüler der Sekundarstufe nun noch im laufenden Schuljahr an den Start gehen. Die Schulbehörde stellt dafür 2019/20 zunächst für die Klassenstufen 5 bis 8 rund 27.500 Euro zur Verfügung. In den folgenden zwei Jahren werden dann weitere rund 70.000 Euro in das Projekt fließen. Bis 2022 ist das Projekt auf die Klassenstufen 9 und 10 aufgewachsen. Für das Schuljahr 2022/23 sind weitere rund 33.000 Euro vorgesehen.

„Mathematik begegnet uns überall“

„Mathematik begegnet uns überall. Ohne Mathematik gäbe es kein Auto, kein Smartphone, keine Streamingdienste im Internet und auch keine lebensrettende Operation“, sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD). „Deshalb arbeiten wir mit der 2015 gestarteten Mathematik-Offensive kontinuierlich an der Verbesserung des Mathematikunterrichts. Dazu gehört auch, das Interesse für Mathematik bei Hamburgs Schülerinnen und Schülern so früh wie möglich zu wecken.“

„PriMa“ war 1999 zur Weiterentwicklung des Matheunterrichts in der Grundschule unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Marianne Nolte ins Leben gerufen worden. Die Behörde lädt jährlich in Kooperation mit der Uni und der William-Stern-Gesellschaft 50 Drittklässler zur Teilnahme an dem zweijährigen Forschungs- und Förderprojekt ein. Alle Kinder mit Mathematikbegabungen, die keinen Platz im Uni-Projekt finden, erhalten einen Platz in einem der regionalen Mathe-Zirkel.