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Wegen der Aussprache: Aus Citroën wird Zitrön

Mehrere Zitröns, oder auch Enten.

Mehrere Zitröns, oder auch Enten.

Foto: imago/Sebastian Geisler

Französische Automarke nutzt ihren 100. Geburtstag für ungewöhnliche Marketingaktion. Lustige Kommentare im Netz.

„Das ist ja wie im Restaurant. Eigentlich hast du Bock auf das Entrecôte, aber das traust du dich dann nicht auszusprechen. Und zack, am Ende bestellst du wieder das Schnitzel.“ So lautet der Schlusssatz eines knapp fünf Minuten langen Videos, mit dem der Autohersteller Citroën seit Montag im Internet für Furore sorgt. In dem Clip geht es um eine angebliche Vertriebstagung, auf der den weitgehend konsternierten Citroën-Händlern von oberster Stelle mitgeteilt wird, warum die Marke in Deutschland künftig nur noch Zitrön heißen soll. Das sei für Nicht-Franzosen nämlich leichter auszusprechen und sorge allein schon deshalb für mehr Verkäufe.

Post von den Franzosen

Die Werbeagentur Havas, die hinter dem Plot steckt, hat sich nicht damit begnügt, den Film einfach über die sozialen Netzwerke herauszuschicken, sondern auch gleich die offizielle Citroën-Website gekapert und dort schon mal die aktuellen Aktionsmodelle umbenannt. So mancher Kunde dürfte deshalb glauben, die Sache sei tatsächlich ernst gemeint – und das ausgerechnet im 100. Jahr der Marke. Auch das Abendblatt bekam gestern Post von den Franzosen, sogar echte: eine weiße Faltkarte mit dem Titel „Das Ende einer Ära in Deutschland“. Klappt man diese Karte auf, verschiebt sich die Schrift so, dass der alte Markenname verschwindet und der neue zum Vorschein kommt.

Völlig aus der Luft gegriffen sind Probleme mit der Aussprache französischer Autos sicher nicht – das weiß man schon seit den Zeiten des legendären Modells 2 CV. Oldtimer-Kennern ist der Wagen auch als „deux chevaux“ oder eingedeutscht „Döschewo“ ein Begriff.

Aber wie nennen ihn die meisten am liebsten? ENTE. Und eine solche ist auch die Geschichte von Zitrön.

Die Kommentare im Netz kamen derweil schnell und lustig: