Hamburg

Tod eines UKE-Patienten: Protestzug fordert Aufklärung

Teilnehmer einer Demonstration zum Tod eines Psychiatrie-Patienten im Universitätskrankenhauses Hamburg-Eppendorf.

Teilnehmer einer Demonstration zum Tod eines Psychiatrie-Patienten im Universitätskrankenhauses Hamburg-Eppendorf.

Foto: dpa

Mehrere Hundert Menschen erinnerten bei einer Demonstration am Sonnabend an den Tod eines Patienten Ende April.

Hamburg. Der Tod eines Patienten in der Psychiatrie des UKE war am Sonnabend das Thema eines Demonstrationszuges, der von der Klinik an der Martinistraße bis zur Innenstadt führte. Die rund 400 Teilnehmer, die dem Aufruf der "Black Community" gefolgt waren, forderten die Aufklärung des Todesfalls, der bereits kurz nach Bekanntwerden von der Organisation als rassistisch motivierter Mordfall bezeichnet worden war.

Auf Transparenten war "UKE darf kein Friedhof für Afrikaner sein" oder "Wir wollen die Wahrheit" zu lesen. In der Black Community waren bereits kurz nach dem Tod des Mannes Vorwürfe laut geworden, dass der Fall einen rassistischen Hintergrund habe.

Die Untersuchungen zum Tod des aus Kamerun stammenden Patienten, der als Student in Hamburg lebte, nach der Fixierung durch einen privaten Sicherheitsdienst dauern an. Zwischenzeitlich war bekannt geworden, dass es häufig sogenannte Gefährdungsanzeigen aus der Abteilung für Erwachsenen-Psychiatrie gibt, die auf Mängel in der Organisation der Abteilung hindeuten können.

( josi )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Hamburg