Deutscher Bundestag

Mehr als drei Millionen Euro für Hamburger Villen und Orgeln

Zwei Hamburger Bundestagsabgeordnete haben sich für den Geldsegen stark gemacht. Welche Denkmalschutzprojekte profitieren.

Hamburg/Berlin. Gute Nachrichten für den Denkmalschutz in Hamburg: Vom Bund gibt es mehr als drei Millionen Euro Fördergelder für Hamburg. Das hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages am Mittwoch beschlossen. Gemeinsam hatten die Hamburger Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs (SPD) und Rüdiger Kruse (CDU) sich für den Denkmalschutz in Hamburg eingesetzt.

„Ich bin stolz wie Bolle, dass wir auch in diesem Jahr so vielen grandiosen Projekten helfen konnten. Ganz besonders freue ich mich für die Hauptkirche St. Nikolai, deren Orgel bald wieder im alten Glanz erstrahlt und für das Uniklinikum Eppendorf, deren Hörsaal in seiner ursprünglichen Form für die Hamburger wieder erlebbar sein wird.“ Und Rüdiger Kruse freut sich über die überparteiliche Zusammenarbeit: „Die Bundestagsabgeordneten von Union und SPD ziehen für Hamburg an einem Strang.“

Die einzelnen Projekte, die finanziell gefördert werden:

Das Forsthaus Bramfeld bekommt 352.000 Euro: Das 1890 errichtete Försterhaus soll denkmalgerecht saniert werden, dazu wird unter anderem die Fassade erneuert und der Dachstuhl instandgesetzt. Das Haus soll anschließend in eine Kultureinrichtung umgewandelt werden. Insgesamt kostet die Maßnahme 762.000 Euro.

Der Lieger Klütjenfelde aus dem Jahr 1912 ist der größte original erhaltene Hamburger Hafen-Lieger der Ewerführerei und wird ebenfalls instandgesetzt. Danach soll das schwimmende Werk- und Kontorgebäude ein Museum werden oder wissenschaftlich genutzt werden. an den Kosten von 390.000 Euro beteiligt sich der Bund mit 195.00o Euro.

Die Villa Mutzenbecher aus dem 19. Jahrhundert bekommt 235.000 Euro, um modernisiert zu werden. Sie wird von Jugendlichen mit geringen Startchancen instandgesetzt.

Der historische Hörsaal im Fritz-Schumacher-Haus auf dem Gelände des UKE aus dem Jahr 1926 soll in seine ursprüngliche Form umgebaut werden. Damit erhält das Medizinhistorische Museum Hamburg einen herausragenden Veranstaltungssaal und das Universitätsklinikum einen vielseitig einsetzbaren Hörsaal. Der Bund beteiligt sich mit 436.000 Euro.

Die Hasse-Aula wurde auf die 1908 errichtete Schulturnhalle der damaligen Bergedorfer Volksschule gestellt und diente als Versammlungssaal. Heute nutzt die Rudolf-Steiner-Schule die Halle, die saniert werden muss. Der Bund gibt dafür 449.000 Euro.

Die Peter-Orgel aus den 1960er Jahren der Hauptkirche St. Nikolai am Klosterstern ist nicht mehr bespielbar. Durch die Mittel des Denkmalsonderschutzprogramms soll die Orgel so restauriert werden, dass auf ihr wieder gespielt werden kann. Das Gesamtvorhaben umfasst 2.051.000 Euro, der Bund gibt die Hälfte dazu.

Das Segelschiff „Teddy“ aus dem Jahr 1946 wird instandgesetzt. Vorgesehen ist eine Sanierung der Masten, der hölzernden Außenhaut, des Holzdecks sowie der Stahlspanten. Danach soll es wieder als Schiff genutzt werden. Der Bund ist mit 60.000 Euro dabei.