Hamburg

Jungakademiker verlassen den Osten – Hamburg profitiert

Hamburg mit Skyline von Hafen, Elbphilharmonie und beleuchteten Häusern in Abenddämmerung.

Hamburg mit Skyline von Hafen, Elbphilharmonie und beleuchteten Häusern in Abenddämmerung.

Foto: imago/Photocase

Dies besagt eine Studie von Maastricht University und Personaldienstleister Studitemps. Uni-Absolventen zieht es auch nach Berlin.

Berlin. Viele Studierende ziehen nach ihrem Abschluss in ein anderes Bundesland. Dadurch verliert vor allem der Osten Akademiker, aber auch fast alle anderen Bundesländer sind betroffen. Nur Hamburg, Berlin, Bayern und Baden-Württemberg können sich über Zuzüge freuen. Dies hat eine Studie der Maastricht University mit dem Personaldienstleister Studitemps ergeben. „Jeder Absolvent, der nicht am Ausbildungsort bleibt, sondern in ein anderes Bundesland wechselt, überträgt damit in ihn investierte Bildungskosten“, sagt Studitemps-Vorstand Eckhard Köhn. „Hamburg macht dabei ein Plus von 1,1 Milliarden Euro pro Jahr. Sachsen-Anhalt investiert auf diesem Weg jährlich knapp 304 Millionen Euro, die anderen Ländern zu Gute kommen.“ Befragt wurden 18.700 Studierende und Absolventen.

170.000 junge Leute wollen nach Hamburg ziehen

Größter Gewinner ist Hamburg. Aus der aktuellen Studentengeneration wollen demnach 170.000 künftige Absolventen in die Hansestadt ziehen, für deren Ausbildung andere Bundesländer bezahlt haben. Die Kosten werden auf 1,15 Milliarden Euro beziffert. Nach Hamburg zögen 159,6 Prozent mehr Absolventen, als der Stadtstaat ausgebildet hat. Nach Berlin kommen 78,4 Prozent, nach Bayern 10,3 Prozent und nach Baden-Württemberg 7,2 Prozent mehr Akademiker, als vor Ort ausgebildet wurden. Große Verlierer sind Sachsen-Anhalt, wo 64 Prozent der Absolventen wegziehen, Brandenburg (57,1 Prozent) und Thüringen (49).