Gastronomie

Das bieten Hamburgs Sternerestaurants

Küchenchef Cornelius Speinle vom Restaurant Lakeside im Hotel The Fontenay freut sich über seinen ersten Michelin-Stern.

Küchenchef Cornelius Speinle vom Restaurant Lakeside im Hotel The Fontenay freut sich über seinen ersten Michelin-Stern.

Foto: Andreas Laible

Was ein Besuch kostet, wann man reservieren muss. Der große Abendblatt-Test für alle 13 von Michelin ausgezeichneten Lokale.

Hamburg hat so viele Lokale wie nie – und so viele Sternerestaurants wie nie. Seit Dienstag gibt es 13 Restaurants, die mit 18 Michelin-Sternen ausgezeichnet sind. Bewertet wurden Qualität, Geschmack, fachgerechte Zubereitung, die persönliche Note und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Deshalb ist klar: Ein Menü vom Sternekoch kostet mehr als ein Burger, und auf einen Platz im Restaurant muss man länger warten. Überall jedoch lohnt ein Anruf, wenn man sich kurzfristig zu einem kulinarisch-sinnlichen Erlebnis mit Augen- und Gaumenschmaus entschlossen hat.

The Table: Bei Kevin Fehling gibt es 22 Plätze am einzigen Tisch. Das Menü mit sieben Gängen und diversen Grüßen aus der Küche kostet 215 Euro pro Person, die Weinbegleitung 105 Euro. Der Chef und seine zehnköpfige Crew kümmern sich um die Gäste. Wer im Dreisternelokal in der HafenCity genießen möchte, muss geduldig sein: Vor Oktober/November ist kein Platz frei. Shanghaiallee 15, Tel. 22 86 74 22, www.thetable-hamburg.de, Di–Sa 19 und 20 Uhr

Haerlin: Unter der Leitung von Küchenchef Christoph Rüffer, der seit einigen Jahren für die Genüsse im Zweisternerestaurant verantwortlich ist, ist ein Team von elf Leuten am Herd tätig. 42 Gäste finden Platz im Lokal im Hotel Vier Jahreszeiten mit Blick auf die Binnenalster. Sechs Gänge und einige Grüße aus der Küche kosten 195 Euro, die passenden Weine 118 Euro. Eine Speisefolge mit vier Gängen kostet 155 Euro, die Weinbegleitung 89 Euro. Wer an einem Wochentag essen möchte, sollte bis zu drei Wochen vorher reservieren. Für ein Essen am Wochenende muss man sich etwa sechs Wochen vorher anmelden. Neuer Jungfernstieg 9–14, Tel. 34 94 33 10, www.restaurant-haerlin.de, Di–Sa 18.30–21.30 Uhr

Jacobs Restaurant: Eine Traditions­adres­se im Hamburger Westen! Das Zweisternerestaurant im Hotel Louis C. Jacob mit Blick auf die Elbe verlässt sich seit vielen Jahren auf die Expertise von Küchenchef Thomas Martin. Zusammen mit einer 16-köpfigen Brigade zaubert er Menüs (vier Gänge 102 Euro, Wein 80 Euro) und auch Gerichte, die von der Karte bestellt werden können. Die günstigste Vorspeise kostet 18 Euro, das Hauptgericht 29, das Dessert 18 Euro. Wein gibt es glasweise ab sieben Euro. Bemerkenswert: Am Wochenende ist das Jacob mit seinen 50 Plätzen mittags geöffnet. Reservierungen sollten etwa zwei Wochen im voraus getätigt werden. Elbchaussee 401–403, Tel. 82 25 50, www.jacobs-restaurant.de, Mi–Fr 18.30–21 Uhr, Sa/So 12.30–14/18.30–21.30 Uhr

Süllberg Seven Seas: In Blankenese auf dem Berg über der Elbe leuchten zwei Michelin-Sterne. Hier kocht Karlheinz Hauser zusammen mit seiner zehnköpfigen Mannschaft. Serviert werden Menüs mit bis zu acht Gängen und Weinbegleitung. Fünf Gänge kosten zum Beispiel 135 Euro plus 95 Euro für die Weinreise. Das Lokal verfügt über 40 Plätze. Reservierungen für einen Wochentag sind eine Woche vorher ratsam, für das Wochenende zwei Wochen im Voraus. Süllbergsterrasse 12, Tel. 866 25 20, Mi–So 18.30–23 Uhr, www.suellberg-hamburg.de und www.karlheinzhauser.de

Seven Oceans: Das Einsternerestaurant mit 35 Plätzen hat einen tollen Panoramablick über die Binnenalster. Ein Fünf-Gänge-Menü gibt es ab 109 Euro. Reservierungen am besten ein bis zwei Wochen im Voraus. Europa Passage, 2. OG, Ballindamm 40, Tel. 32 50 79 44, www.se7en-oceans.de, Mo 12–15 Uhr und 18–22 Uhr, Di 12–15 Uhr, Mi, Do, Fr, Sa 12–15 Uhr und 18–22 Uhr (So auf Anfrage)

Bianc: Bei Küchenchef Matteo Ferrantino kostet das günstigste Vier-Gänge-Menü 100 Euro plus Weinbegleitung von 60 Euro. 16 Mitarbeiter kümmern sich in dem Einsternelokal um bis zu 36 Gäste. In einer Stichprobe ließ sich über das Online-Reservierungsformular noch am selben Tag ein Tisch reservieren, allerdings an einem Mittwoch. Für die übrigen Wochentage war ein Vorlauf von sechs Tagen nötig. Für einen freien Tisch an einem Freitag oder am Sonnabend müssen Gäste rund zweieinhalb Wochen warten. Am Sandtorkai 50, Tel. 18 11 97 97, www.bianc.de, Di–Sa 18–22 Uhr.

Jellyfish: 42 Gäste kann Stefan Barnhusen in seinem Einsternerestaurant bedienen, draußen bei gutem Wetter noch einmal 16. Reservierung ist ratsam. Auf der Karte: 5-, 6- und 7-Gang-Fischmenüs, auf Wunsch mit Weinbegleitung zu jedem Gang. Menü ab 115 Euro. Weidenallee 12, Tel. 410 54 14, www.jellyfish-restaurant. de, Mi–So 18–21.30 Uhr

Landhaus Scherrer: Es können bis zu 30 Gäste bewirtet werden, um die sich 32 Mitarbeiter kümmern. Ein Hauptgang kostet in dem Einsternerestaurant von Heinz O. Wehmann ab 33,50 Euro. Die Karte wechselt bis zu fünfmal im Jahr. Auch hier ließ sich online während der Woche noch am selben Tag ein Tisch für fünf Personen reservieren, auch ein spontanes Essen am Wochenende war möglich. Elbchaussee 130, Tel. 883 07 00 30, www.landhausscherrer.de, Mo–Sa 12–15/ab 18.30 Uhr. Letzte Küchenannahme: 14.30/22.30 Uhr.

Petit Amour: In Boris Kaspriks Einsternerestaurant finden gut 30 Gäste an 13 Tischen Platz, im Sommer können draußen 14 bis 18 weitere Gäste sitzen. Für das Wohl der Besucher stehen zehn Mitarbeiter bereit. Das „Petit Menü“ gibt es ab 115 Euro, Weinbegleitung ab 65 Euro. Eine Reservierung hat rund eine Woche Vorlauf, für die Wochenenden zwei Wochen (laut Stichprobe). Spritzenplatz 11, Tel. 30 74 65 56, www.petitamour-hh.com, Mi–Sa 18–23 Uhr

Lakeside: Küchenchef Cornelius Speinle bietet das Abendmenü mit fünf Gängen für 142 Euro an. 40 Plätze hat das Einsternerestaurant in der siebten Etage im Hotel The Fontenay an der Außenalster. Im Sommer finden ebenso viele Gäste auf der Terrasse Platz. Per Online-Reservierung ließ sich einen Tag später ein Platz buchen. Auf einen Tisch am Wochenende müssen Gäste rund zwei Wochen warten. Fontenay 10, Tel. 60 56 60 57 40, www.thefontenay.de, Di–Sa 18.30–21 Uhr

100/200: Thomas Imbusch verwendet bei der Menüwahl das ganze Tier, deshalb gibt es auch keine feste Speisekarte. Wer in dem Einsternerestaurant reserviert, zahlt auch gleich sein Essen. Hier ist alles möglich: fünf bis 25 Gänge. Bis zu 40 Gäste können hier sitzen, platziert um den Molteni-Herd. Trotz eines Vorab-Ticketsystems sind Spontanbesuche möglich, und zwar über einen Last-minute-Verteiler. Wer am Wochenende vorbeikommen möchte, sollte mit 14 Tagen Vorlaufzeit rechnen. Das Menü kostet dienstags und mittwochs 95 Euro und donnerstags bis sonnabends 119 Euro. Brandshofer Deich 68, Tel. 30 92 51 91, www.100200.kitchen, Di–Sa 18–24 Uhr, Küchenannahme bis 22 Uhr

Piment: Wahabi Nouri hat Platz für 26 Gäste. Ein Hauptgericht gibt es für 38 Euro, das Sechs-Gänge-Menü für 108 Euro. Eine Reservierung in dem Einsternerestaurant ist etwa eine Woche vorher zu empfehlen. Lehmweg 29, www.restaurantpiment.de, Tel. 42 93 77 88, Mo, Di, Do–Sa ab 19 Uhr

Trüffelschwein: 30 Feinschmecker haben Platz in dem Einsternerestaurant von Kirill Kinfelt. Ein Trüffel-Menü (fünf Gänge) gibt es ab 99 Euro, eine Weinbegleitung ab 49 Euro. Reservierungen werden dienstags bis sonnabends telefonisch entgegengenommen oder über die Online-Plattform. In der Woche und sogar am Wochenende gibt es laut Stichprobe spontan freie Plätze. Mühlenkamp 54, www.trueffelschwein-restaurant.de, Tel. 69 65 64 50, Di–Sa 18–24 Uhr