Hamburg

Tragische Nacht: 21-Jähriger stürzt vor Zug und stirbt

Der Unfall ereignete sich am U-Bahnhof St. Pauli. Binnen weniger Stunden kam es zu zwei weiteren Unglücken.

Hamburg.  Drei tragische Unfälle in einer Nacht: Am späten Sonnabendabend und frühen Sonntagmorgen sind bei Stürzen ein 21-jähriger Mann getötet und ein weiterer 34-jähriger Mann schwer verletzt worden. Zudem fiel ein 31-jähriger in die Elbe, konnte aber gerettet werden. Alle drei Männer waren zum Unfallzeitpunkt angetrunken.

Laut einer Polizeisprecherin ereignete sich der tödliche Unfall gegen 2.35 Uhr im U-Bahnhof St. Pauli. Ein stark betrunkener 21 Jahre alter Hamburger lehnte dort zunächst zeitweise an einer Wand und döste – plötzlich ging der Mann jedoch zur Ecke des Bahnsteigs, um im Tunnel zu sehen, ob sein Zug kommen würde. Dabei verlor er offenbar das Gleichgewicht und stürzte auf die Gleise. Ein heranfahrender Zug der Linie U3 konnte nicht mehr bremsen und erfasste den Mann. Er starb an der Unfallstelle.

Zeugen von Notfallseelsorgern betreut

Mehrere Fahrgäste, die das Unglück mit ansehen mussten, standen unter Schock und mussten vom Kriseninterventionsteam und der Notfallseelsorge betreut werden. Die U-Bahn-Strecke wurde in der Nacht für zwei Stunden gesperrt. „Wir können ein Fremdverschulden ausschließen“, sagte die Polizeisprecherin nach einer ersten Auswertung der Videoaufnahmen vom Bahngleis am Sonntag.

Die Ermittlungen dauerten jedoch noch an. Bereits gegen 21.30 Uhr am Sonnabend war ein 34-jähriger in Hausbruch bei einem weiteren Sturz schwer verletzt worden. Der Mann besuchte in der Straße Jochenhofswinkel eine Feier und ging laut Polizeisprecherin dabei auf den Balkon, um eine Zigarette zu rauchen. Aus noch ungeklärter Ursache fiel der Mann anschließend über die Brüstung und stürzte sechs Meter in die Tiefe. Beim Eintreffen der Rettungskräfte war der Verletzte ansprechbar, aber ebenfalls merklich alkoholisiert. Er wurde in Begleitung eines Notarztes ins Krankenhaus gebracht und schwebt nicht in Lebensgefahr.


Passanten retten belgischen Marinesoldaten aus der Elbe

Ein belgischer Marinesoldat hatte unterdessen in der Nacht zu Sonntag Glück, dass ein Sturz in die Elbe für ihn glimpflich endete. Der ebenfalls angetrunkene Mann gehört zu der Besatzung eines Minenjagdbootes und stürzte in Höhe des Anlegers Hafentor nahe der Landungsbrücken in das kalte Wasser.

Zwei Passanten konnten den Mann jedoch bereits retten, bevor Feuerwehr und Polizei vor Ort eintrafen. Abgesehen von nasser Kleidung habe der Fall keine gesundheitlichen Folgen für den 31 Jahre alten Mann gehabt, hieß es dazu am Sonntag von der Polizei.