Bernstorffstraße

Künstler-Quartier: Mieter lehnen Angebot des Investors ab

Der Hamburger Musiker Rocko Schamoni

Der Hamburger Musiker Rocko Schamoni

Foto: picture alliance / dpa

Die Hofgemeinschaft, zu der auch die Hip-Hop-Band Fettes Brot gehört, will den Hof selbst kaufen. Das ist ihr Angebot.

Hamburg. Im Streit um das Künstlerquartier Bernstorffstraße 117 ist keine Lösung in Sicht. Wie das Abendblatt berichtete, bieten die Berliner Investoren der Hofgemeinschaft einen Mietvertrag über 25 Jahre für zunächst im Schnitt 7,47 Euro pro Quadratmeter an.

In einer Presseerklärung kündigte die Hofgemeinschaft nun an, den Inhalt mit Anwälten zu prüfen. In der Erklärung heißt es dann aber: „Wir werden keinen Tod auf Raten akzeptieren. Wir wissen, dass die Übersetzung des Begriffs „marktübliche Mieten“ in der Realität viel zu oft „Vertreibung“ heißt.“

Die Gemeinschaft, zu der auch die Hip-Hop-Band Fettes Brot gehört, wendet sich auch gegen Pläne, den Parkplatz und die Einfahrt zu bebauen. Man wolle nach wie vor den Hof selbst kaufen. Das Angebot: „Wir zahlen eine Million Euro mehr, als die Eigentümer für unseren Hof ausgegeben haben.“ Alternativ solle der Stadtteil „in dieser gesellschaftlichen Frage“ abstimmen.