Trend aus der Schüssel

Hier gibt es die leckersten Poké Bowls in Hamburg

Restaurantmitarbeiterin Melanie Herweg präsentiert eine selber zusammengestellte Poké Bowl im Poké You im Mercedes me Store am Ballindamm

Restaurantmitarbeiterin Melanie Herweg präsentiert eine selber zusammengestellte Poké Bowl im Poké You im Mercedes me Store am Ballindamm

Sie kommen aus Hawaii und mittlerweile in zahlreichen Hamburger Restaurants auf den Tisch. Hier können Sie probieren.

Hamburg.  Sie sind der absolute Ernährungstrend, und immer mehr Restaurants in Hamburg haben sich ihnen verschrieben: Poké Bowls. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Begriff, der „Pokih Bowls“ ausgesprochen wird? Die Poké Bowls kommen ursprünglich aus Hawaii und vereinen geschmackliche Einflüsse aus Japan, Polynesien und der amerika-nischen Westküste.

Traditionell ist es ein Gericht auf Reis-Basis, wo roher Fisch zusammen mit Zutaten wie Frühlingszwiebeln und Sojasauce in einer Schüssel serviert wird. Als die Poké Bowl ihren Weg in die große weite Welt angetreten ist, kamen immer mehr Zutaten, sogenannte „Toppings“, aus denen die Kunden wählen können, hinzu. Das Abendblatt stellt sieben Poké-Restaurants vor.

Poké You

Normalerweise kocht Karlheinz Hauser im Zwei-Sterne-Restaurant Seven Seas auf dem Süllberg mit Blick auf die Elbe, modern geht es aber seit rund einem Jahr nun mit Blick auf die Binnenalster zu. Gemeinsam mit seinem Sohn Tom hat der Sternekoch ein neues Konzept entwickelt, das Poké You im Mercedes me Store am Ballindamm. In dem Concept Store mit Event-Location kann man direkt neben einem Mercedes-Sportwagen Platz nehmen und seine Bowl an einem der zentralsten Orte der Stadt genießen.

Passend zum Ambiente werden klassisch-moderne Zutaten wie marinierter Grünkohl oder Maui-Zwiebeln gereicht. Neben den Bowls, die man sich selber zusammenstellen kann, gibt es vier bestehende Bowls, die Namen tragen wie „Pacific Ahi Bowl“ mit Thunfisch und sechs Toppings oder „Green Power Bowl“ – wie die Bezeichnung vermuten lässt die vegetarische Variante mit Tofu. Die Preise reichen von 9,90 Euro bis 14 Euro für die große Bowl. Auswählen kann man aus etwa 45 Zutaten, im Preis inklusive sind neben der Basis – Thunfisch, Reis, Hühnchen oder Tofu – sechs verschiedene Toppings sowie zwei verschiedene Soßen und eine Nusssorte wie Chai Samen oder Kokosnusschips.

Ballindamm 17, Mo-Sa 11-22 Uhr, pokeyou.de

Maui Poké Guys

Am äußersten östlichen Rand des Karolinenviertels, im Schatten der Messehallen, werden im Maui Poké Guys Poké Bowls zusammengestellt, die bunter kaum sein könnten. Der Tresen mit all seinen frischen Zutaten liegt in dem kleinen rosa-türkis angestrichenen Lokal im Hochparterre, gegessen wird – zumindest im Sommer – draußen. Neben den Bowls, die man sich selbst zusammenstellen kann, gibt es fünf fertige Bowls (9 bis 10,50 Euro) mit klassischem oder Rote-Bete-Reis als Basis.

Zur Auswahl steht dann beispielsweise die „Aloha Sweet Tuna“-Bowl (10,50 €) mit Thunfisch, Limettendressing, Karotten, Rotkohl und Ananas. Als leckeres Extra kommen Süßkartoffel- und Avocadostampf dazu, Edamame, Cashewnüsse, Röstzwiebeln und weißer Sesam. Um die Bowl geschmacklich abzurunden, stehen fünf verschiedene Soßen zur Auswahl: Sweet Chili, Limette, Maracuja, Wasabi oder vegane Granatapfel-Mayonnaise.

Karolinenstraße 30, Mo–Fr 11.30–21 Uhr, Sa–So 12–21 Uhr, www.maui-poke.de

Buhjah Bowls

Nicht nur im größeren Innenstadtbereich, sondern auch im Westen von Hamburg gibt es neuerdings die angesagten Bowls, genauer gesagt in der Daimlerstraße in Bahrenfeld. An der Grenze zu Ottensen hat dort im März das kleine, hell eingerichtete Lokal Buhjah Bowls eröffnet, wo der Name Programm ist, denn „Buhjah“ bedeutet auf Deutsch „Freude“ – und die strahlt das Restaurant samt Mitarbeitern aus. Die Bowls sind überwiegend vegan und glutenfrei, sodass sie auch für Allergiker gut geeignet sind.

Neben einer wöchentlich wechselnden Bowl-Karte und den Gerichten, die man selbst zusammenstellen kann, gibt es vier Bowls im Sortiment. Die „Buhjah Bowl“ (8,90 Euro) auf Reis-Basis wird mit Rote Bete Humus, Minzjoghurt, Kichererbsen, Tomate-Gurken-Mix, Möhrensalat mit Rosinen und Granatäpfeln zubereitet. Auf Wunsch gibt es Fleischbällchen dazu. Die klassischen Toppings Edamame (unreif geerntete Sojabohnen) und Sesam gibt es natürlich auch.

Daimlerstraße 75a, Mo–Fr 8.30–16 Uhr, www.buhjah-bowls.de

Poké Bar

Hawaii nach Hamburg holen? Das hat Urban Foodie mit ihrer Poké Bar am Gänsemarkt geschafft, zumindest was die Innendekoration angeht. Hier gibt es Palmen an den Wänden und sogar eine kleine echte Palme in der Mitte des Restaurants. Wer um die Mittagszeit schon einmal am Gänsemarkt vorbeigefahren ist und eine lange Schlange registriert hat: Hier kommt sie her. Das Erfolgsrezept? Urban Foodie trifft den Nerv der Zeit, es wird auf frisches, gesundes Essen gesetzt genau wie auf Bio-Qualität.

Der Bestseller: die „Signature Bowl“ (klein 10,90 Euro, groß 14,90 Euro) mit Sushi Reis als Basis, Avocado, Gurken, Wakame, Mango und Rotkrautsalat als Topping. Dazu Lachs mit Tahini Sauce und Spicy Mayo mit Wasabi Erbsen. Die Bowls gibt es nicht nur am Gänsemarkt, sondern auch in dem Ableger im „Food-Sky“ der Europa Passage und im umgebauten Urban Foodie am Großen Burstah.

Gänsemarkt 50, Mo–Sa 10–21 Uhr, Ballindamm 40 (Europa Passage), 10–20 Uhr, Großer Burstah 1, Mo–Sa 10–21 Uhr, www.urban-foodie-hamburg.de

Ombak Bagus Bowls

Ein Lokal, dessen Name zu Deutsch „Gute Wellen“ bedeutet, versprüht naturgemäß beim Betreten direkt gute Laune und Lust auf Urlaub. Nun hat Ombak Bagus Bowls zwar kein eigenes Restaurant, aber es ist Teil des Uzwei Deli in den Großen Bleichen. Das Deli ist ein bunt gemischtes Plätzchen, an dem man Rosen, Säfte, Kuchen und eben die Bowls bekommt. Die Rohre an der grauen Betondecke strahlen rauen Industriecharme aus, die olivgrünen Sitzmöglichkeiten Gemütlichkeit.

Und in diesem Deli der Gegensätze gibt es mit den Bowls ein Gericht, dessen Zutaten auf eine leckere Weise harmonieren. Die Zusammenstellung der Bowls wechselt ständig, aktuell gibt es eine „Spicy Big Island“-Bowl (11,90 Euro) bei der man auf seinen Reis-Mix oder die Zucchini-Nudeln entweder Zitronenhuhn, Sashimi Lachs oder Tofu bekommt. Dazu gibt es verschiedene Toppings und vegane pinke Wasabi Mayo – irgendwo muss das „Spicy“ im Namen ja herkommen.

Große Bleichen 23–27, Mo–Sa 10–17 Uhr, www.ombakbagusbowls.com

Kailua Poké I

Bei Kailua Poké in der Monkey Bar am Anleger Mühlenkamp gibt es zu den Bowls den Blick auf die Alster gratis dazu. Das ehemalige Fiedler’s, einst angesagte Location, dümpelte gastronomisch seit Jahren vor sich hin. So nahm Pächter Bastian Rößler zum Start der neuen Saison die erfolgreichen Macher von Kailua Poké an der Himmelstraße (siehe rechts) mit dazu.

Die Poké Bowls gibt es fertig komponiert mit allerlei Zutaten wie Lachs und Thunfisch, Rote Bete, Avocado-Creme, gegrillte Ananas, Soisam-Spinat, Kürbiskern-Krokant und Süßkartoffel-Mousse sowie köstlichen süß-säuerlichen Marinaden (9,50 bis 13,50 Euro) oder zum Selbstzusammenstellen. Sehr würzig sind auch die Soßen wie Pink-Wasabi oder Kailua-Trüffel. Die Bowls werden oben bestellt und unten am Platz serviert. Dazu bietet die Monkey Bar auf dem Anleger Liegestühle und Loungesessel und entspannte Musik. Einziges Manko: mit Karte kann man die Bowls nicht bezahlen.

Hofweg 103, Mo–Sa 11.30–22 Uhr, Sonntags 12–22 Uhr, www.kailuapoke.de

Kailua Poké II

Das ursprüngliche Kailua Poké in Winterhude hat ein anderes Konzept als der neue große Bruder im Monkey Beach. Der Imbiss besteht lediglich aus einem Tresen mit frischen Zutaten und ein paar Hochstühlen. Für all diejenigen, die ihre Bowl lieber an der Sonne essen und den hawaiianischen Temperaturen näherkommen möchten, gibt es die Gerichte deshalb auch zum Mitnehmen. Seit rund einem Jahr werden die Poké Bowls der drei Betreiber verkauft. Und die wissen, wovon sie sprechen.

Einer der drei hat selber jahrelang auf Hawaii gelebt und wollte ein bisschen von dem dortigen Lebensgefühl nach Hamburg holen. Mit ihrem Konzept waren die drei Gründer vergangenes Jahr sogar für den Leaders Club Award nominiert, mit dem innovative Gastronomiekonzepte in Deutschland auszeichnet werden. Neben fünf fertigen Bowls (9,50 bis 15,50 Euro, nur bar) kann man aus Zutaten wie gerösteten Macadamianüssen und Honigmelone selber eine Bowl zusammenstellen.

Himmelstraße 45, Mo–Sa 11.30–21.30 Uhr, So 14–21.30 Uhr, www.kailuapoke.de