Hamburger Hafen

Aktivisten blockieren Elbe vor Kohlekraftwerk Moorburg

Aktivisten von Gegenstrom Hamburg blockieren die Kattwyk-Brücke

Aktivisten von Gegenstrom Hamburg blockieren die Kattwyk-Brücke

Foto: Gegenstrom Hamburg

Die Umweltaktivisten seilten sich am Freitag von der Kattwykbrücke ab und sorgten für Beeinträchtigungen im Schiffsverkehr.

Hamburg. Umweltaktivisten haben aus Protest gegen das Kohlekraftwerk Moorburg im Hamburger Hafen am Freitag eine Brücke blockiert und für Beeinträchtigungen im Schiffsverkehr gesorgt. Zwei Aktivisten seilten sich gegen 8 Uhr von der Kattwykbrücke ab, so dass die Hubbrücke nach Angaben einer Sprecherin der Gruppe Gegenstrom Hamburg nicht hochgezogen werden konnte. So sollte der Kohle-Transport nach Moorburg verhindert werden.

Brücke für mehr als drei Stunden blockiert

Der Schiffsverkehr wurde nach Polizeiangaben zwischenzeitlich eingestellt, nach gut dreieinhalb Stunden war die Süderelbe an der Stelle wieder passierbar. Zwei Schiffe hätten sich andere Anlaufpunkte suchen müssen, ansonsten habe die Aktion keine Auswirkungen gehabt sagte ein Sprecher der Hamburg Port Authority (HPA). Denn die Kattwykbrücke sei wegen Instandsetzungsarbeiten seit zwei Wochen für den Bahn-, Pkw- und Lkw-Verkehr gesperrt. Eine Polizeisprecherin sagte, die Personalien der Aktivisten seien festgestellt worden.

Anlass der Aktion sei der G20-Gipfel am 7. und 8. Juli in der Hansestadt, bei dem sich Deutschland auf internationalem Parkett als Klimavorreiter verkaufen werde, teilte Gegenstrom Hamburg mit. Die Aktivisten fordern einen sofortigen Ausstieg aus der Verbrennung fossiler Energieträger. Das umstrittene Kraftwerk Moorburg im Süden Hamburgs war im Jahr 2015 nach acht Jahren Bauzeit in Betrieb genommen worden. Schon vor dem Bau hatte es Proteste gegen das Kraftwerk gegeben.