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Hamburger Volksvertreter erhalten die besten Schulnoten

Die 13 Volksvertreter aus der Hansestadt haben allen Grund zur Freude

Die 13 Volksvertreter aus der Hansestadt haben allen Grund zur Freude

Foto: imago

Das beste Zeugnis bundesweit geht an die Abgeordneten der Hansestadt. Die schlechteste Bewertung kassiert ein CDU-Mitglied.

Hamburg.  Nicht nur die Hamburger Schüler, auch die Bundestagsabgeordneten haben zum Ferienbeginn ihre Zeugnisse erhalten – und die 13 Volksvertreter aus der Hansestadt haben allen Grund zur Freude: Sie haben bundesweit die besten Bewertungen erhalten.

Das ist das Ergebnis einer Auswertung des Internetportals abgeordnetenwatch.de, das jedes Jahr Schulnoten für das Antwortverhalten der Parlamentarier auf Bürgerfragen vergibt. Bisher hat das Portal Abgeordnete aus zwölf Bundesländern aufgeführt, für die anderen folgen die Zeugnisnoten mit dem Start der Sommerferien in dem jeweiligen Bundesland.

Zehn Hamburger Politiker erhalten die Bestnote

Die heimischen Abgeordneten haben mit der Durchschnittsnote 1,5 das beste Zeugnis erhalten. Anders als in Hessen, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Bremen und im Saarland erhält kein Hamburger Politiker die Note „mangelhaft“ oder „ungenügend“. Insgesamt kamen die Abgeordneten aus der Hansestadt auf zehnmal „sehr gut“, einmal „gut“, einmal „befriedigend“ und einmal „ausreichend“.

Insgesamt hat sich die Durchschnittsnote der Hamburger Politiker im Vergleich zum Vorjahr von 1,8 auf 1,5 verbessert. „Die Hamburger Bundestagsabgeordneten sind bei der Beantwortung von öffentlichen Bürgerfragen seit jeher vorbildlich“, sagt Roman Ebener von abgeordnetenwatch.de. „Sie haben erkannt, dass der Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern transparent und auf Augenhöhe stattfinden muss. Als Hamburger Organisation freut uns dies besonders.“

Das schlechteste Zeugnis kassiert Herlind Gundelach

Mit der Bestnote „sehr gut“ schnitt unter anderen Matthias Bartke (SPD) ab. Er beantwortete alle 50 an ihn gestellten Anfragen und behielt damit sein vorbildliches Antwortverhalten aus dem Vorjahr bei. Auch Rüdiger Kruse, Marcus Weinberg und Jürgen Klimke (alle CDU) beantworteten alle Bürgerfragen, ebenso wie Metin Hakverdi (SPD) und Anja Hajduk (Grüne).

Das schlechteste Ergebnis fuhr die CDU-Abgeordnete Herlind Gundelach ein. Von 13 Fragen beantwortete sie sieben und kassierte für dieses Antwortverhalten ein „ausreichend“. Der meistbefragte Hamburger Bundestagsabgeordnete ist der Sozialdemokrat Johannes Kahrs (SPD). Ihm stellten die Bürger 72 Fragen, von denen er 71 beantwortete. Dafür hat er sich die Note „sehr gut“ verdient.

In die Schulnoten sind alle Bürgerfragen auf abgeordnetenwatch.de seit Beginn der Legislaturperiode im Oktober 2013 bis einschließlich 15. Juni 2016 eingeflossen. Am schlechtesten schnitten bisher die Bundestagsabgeordneten aus Rheinland-Pfalz mit der Durchschnittsnote 3,1 ab, gefolgt von Hessen (2,9).