Versandhändler

Otto-Mitarbeiter dürfen ihren Boss jetzt „Hos“ nennen

Otto-Chef Hans-Otto Schrader

Otto-Chef Hans-Otto Schrader

Foto: dpa

Versandhändler Otto will mehr Wir-Gefühl bei den Mitarbeitern bewirken und hat deshalb den "Kulturwandel 4.0" im Konzern ausgerufen.

Hamburg. Das Traditionsunternehmen Otto geht neue Wege: Der Vorstand hat allen 54.000 Beschäftigten das Du angeboten. Diese Initiative ist Teil des Programms Kulturwandel 4.0. „Ein wichtiger Aspekt dabei war der Wunsch, weg vom Ihr und hin zum Wir zu kommen. Und als wir das für uns entschieden haben, war klar, wir müssen im Konzern vom Sie aufs Du wechseln“, sagte Otto-Chef Hans-Otto-Schrader im Abendblatt-Interview.

"Das Du schwappt wie eine Welle durch den Otto-Konzern"

Die Resonanz sei „überwältigend positiv“ gewesen. Vor wenigen Tagen habe sich die komplette Bonprix-Gruppe entschieden, auf das Du umzustellen. Und sogar die eher konservativ geprägte Witt-Gruppe des Konzerns mache mit. „Das schwappt wie eine Welle durch den ganzen Konzern“, sagt Schrader. Er selbst habe auch schon sehr positive Erfahrungen gemacht. Ein jüngerer Mitarbeiter habe ich kürzlich bei seinem Spitznamen Hos (Abkürzung für Hans-Otto Schrader) genannt. „Und sofort sind wir ins Gespräch gekommen. Das wäre früher so nicht passiert.“ sagt Schrader.

Ebenfalls positiv fallen übrigens die Geschäftszahlen des Versandhändlers aus, der in die Gewinnzone zurückgekehrt ist. Das ganze Interview lesen Sie morgen hier und im Hamburger Abendblatt.