Gesundheit

UKE baut neue Herzklinik und ein neues Krebszentrum

Ein Teil der Finanzierung sei auch Sache des Gemeinwesens, sagt Prof. Dr. Burkhard Göke ist Chef der Universitätsklinik in Eppendorf

Ein Teil der Finanzierung sei auch Sache des Gemeinwesens, sagt Prof. Dr. Burkhard Göke ist Chef der Universitätsklinik in Eppendorf

Foto: Michael Rauhe

Krankenhaus-Chef Göke kündigt im Abendblatt große Pläne für das Klinikum an. Wissenschaftssenatorin Fegebank sagt Unterstützung zu.

Hamburg.  Das Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) will beim Ausbau von Hamburg zur führenden Gesundheitsmetropole vorangehen. Im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt kündigte der neue UKE-Chef, Prof. Burkhard Göke, den Bau eines neuen Herzzentrums an. Die Entwicklungen auf dem Gebiet der Herzmedizin seien so rasant, dass das bestehende UKE-Herzzentrum „auf absehbare Zeit den modernen Anforderungen nicht mehr genügen wird“.

Außerdem, so Göke, sei es erforderlich, ein neues Krebszentrum und einen zweiten Forschungscampus zu bauen, weil der erste bereits voll ausgelastet sei. Auch für die Psychiatrie hat der UKE-Chef Pläne: „Unsere psychia­trische Klinik ist in einem Zustand, den wir baulich verbessern und modernisieren müssen. Möglicherweise gelingt es uns mithilfe eines Unterstützers, die Kinder- und Jugendpsychiatrie mit einem Neubau und einem neuen Konzept auf neue Beine zu stellen“, sagte der Klinikchef.

Alle Baumaßnahmen sollen bis 2024 abgeschlossen sein. Derzeit konzentrieren sich die Bautätigkeiten im UKE auf den Neubau der Kinderklinik, die im Herbst 2017 den Betrieb aufnehmen soll.

Wissenschaftssenatorin will UKE untestützen

Göke war vor einem Jahr aus München nach Hamburg gewechselt, um hier die Leitung des größten Krankenhauses der Stadt zu übernehmen. Bei der Finanzierung der Großprojekte setzt er auch auf Unterstützung von außen: „Zum Teil ist die Stadt in der Pflicht, zum Teil müssen wir uns selbst kümmern und Förderer und Sponsoren finden.“ Das UKE sei zwar wirtschaftlich gesund und könne sogar kleine Millionengewinne erwirtschaften. Diese aber reichten nicht aus, um die baulichen Erneuerungen selbst zu schultern.

„Das kann aber auch nicht das Prinzip der Universitätsmedizin sein. Dabei geht es neben der Patientenversorgung auch um ein gesellschaftliches Anliegen. Deshalb ist auch ein Teil der Finanzierung Sache des Gemeinwesens“, sagt der Klinikchef.

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) sagte, sie begrüße es sehr, „dass das UKE auf seinem Erfolgspfad weitergeht“. Man werde das Krankenhaus beim Ausbau zum führenden deutschen Hochschulklinikum unterstützen. Göke sagte, das UKE könne „für ganz Norddeutschland eine Schrittmacherfunktion wahrnehmen“. Die Klinik sei mit anderen Krankenhäusern und Ärzten gut vernetzt. „Man könnte spaßeshalber sagen: München leuchtet, Hamburg heilt.“