Volksentscheid

Ältere Hamburger besonders eifrig beim Olympia-Referendum

Hamburgs Landesabstimmungsleiter Willi Beiß präsentiert einen Stimmzettel zum Bürgerschaftsreferendum

Hamburgs Landesabstimmungsleiter Willi Beiß präsentiert einen Stimmzettel zum Bürgerschaftsreferendum

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa

Kaum Interesse bei den 18- bis 24-Jährigen. Zahlen zeigen, dass deutlich mehr Ältere als Jüngere das Olympia-Referendum entschieden.

Hamburg.  Das Statistikamt Nord hat am Freitag Zahlen zur Wahlbeteiligung an dem Referendum zu den Olympischen Sommerspielen in Hamburg veröffentlicht. Den Zahlen zufolge lag die Beteiligung bei älteren Menschen höher als bei jüngeren.

Demnach haben sich von den Abstimmungsberechtigten ab 45 Jahren mehr als die Hälfte am Olympia-Referendum beteiligt. In den jüngeren Altersgruppen lag die Beteiligung jeweils deutlich unter dem Hamburger Durchschnitt von 50,1 Prozent.

In der Gruppe der 60- bis 69-Jährigen war die Abstimmungsbeteiligung mit 60,4 Prozent am höchsten. Das geringste Interesse zeigten mit 35,8 Prozent Beteiligung die 18- bis 24-Jährigen. Die Quote lag damit auch unter der Beteiligung der 16- und 17-Jährigen, die eine Quote von 41,6 Prozent erreichten.

Bereits am 20. November hatte das Statistikamt Zahlen zu den Wahlberechtigten veröffentlicht. Diesen Zahlen zufolge lag der Anteil der Abstimmungsberechtigten, die 60 Jahre oder älter sind, bei 30 Prozent. Zum Vergleich, der Anteil der 16- bis 34-Jährigen Abstimmungsberechtigten lag bei nur 28,8 Prozent.

Unterschiede in den Bezirken

Die höchste Abstimmungsbeteiligung in den Bezirken erreichten die 60- bis 69-Jährigen in Eimsbüttel (65,2 Prozent), Wandsbek (63,7 Prozent) und Hamburg-Nord (63,0 Prozent). In diesen drei Bezirken war auch die Beteiligung der 16- und 17-Jährigen mit 45,9 bzw. 47,4 Prozent am höchsten. In Hamburg-Mitte lag sie bei nur einem Viertel. Dies ist die geringste Abstimmungsbeteiligung im Vergleich aller Bezirke und Altersgruppen.

Die 18- bis 24-Jährigen beteiligten sich in den Bezirken Hamburg-Mitte (29,8 Prozent) und Harburg (32,7 Prozent) verhältnismäßig selten am Referendum. Die Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen hat im Bezirk Harburg mit 37,4 Prozent ihre geringste Beteiligungsquote und im Bezirk Eimsbüttel mit 52,8 Prozent ihre höchste.

Am Sonntag wurde das überraschende Ergebnis des Referendums veröffentlicht. Dabei hatten 51,6 Prozent der Hamburger sich gegen die Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele in der Hansestadt ausgesprochen, 48,4 Prozent dafür. Die Wahlbeteiligung lag bei 50,1 Prozent.