Verkehr

Jeder Flüchtling muss eine HVV-Monatskarte kaufen

Die Stadt Hamburg will damit das Schwarzfahren unterbinden. Der Preis beträgt etwa 25 Euro und wird vom Taschengeld abgezogen.

Hamburg.  Etliche Asylbewerber sind derzeit in Hamburgs Bussen und Bahnen offenbar als Schwarzfahrer unterwegs – dieses Verhalten hat sich für die Verkehrsunternehmen zu einem Problem entwickelt. „Aktuell ist zu verzeichnen, dass sich eine sehr große Anzahl der Flüchtlinge ohne Fahrkarten im Netz des HVV bewegt“, heißt es in einem internen Papier des Hamburger Verkehrsverbundes.

Jetzt reagiert die Stadt. Nach Abendblatt-Informationen wird ab Anfang 2016 jeder Flüchtling, der in der Hansestadt eintrifft, obligatorisch mit einer Monatskarte für Bus und Bahn ausgestattet, die er auch bezahlen muss. Die Karte wird voraussichtlich für den Großbereich Hamburg gelten.

Das Ticket soll etwa 25 Euro pro Monat kosten – eine normale Großbereich-Monatskarte kostet im Abo 84 Euro. Damit liegt der Preis knapp unter dem eines Semestertickets für Studenten, das allerdings für den HVV-Gesamtbereich gilt. Der Betrag wird den Flüchtlingen von den 143 Euro „Taschengeld“ abgezogen, das sie von der Stadt bekommen.

Mehr dazu lesen Sie in der Sonnabend-Ausgabe des Hamburger Abendblattes. Nachfolgend finden Sie unsere Frage des Tages zum Thema:

Halten Sie es für richtig, dass Flüchtlinge günstige HVV-Karten bekommen sollen?