Engagement

Für den guten Zweck zu Fuß von Dänemark nach Afrika

Kurzer Zwischenstopp in Hamburg: Charlie Christensen

Kurzer Zwischenstopp in Hamburg: Charlie Christensen

Foto: Andreas Laible / HA / A.Laible

27-jähriger Däne sammelt auf seinem 18.232-Kilometer-Marsch durch 28 Länder Geld für sauberes Trinkwasser in Tansania.

Hamburg. Seine Nase ist ein bisschen von der Sonne verbrannt. Das kann passieren, wenn man den ganzen Tag draußen ist. Charlie Uldahl Christensen wird noch viel Zeit an der frischen Luft verbringen, so etwa 2,5 Jahre. So lange, schätzt der Däne aus Esbjerg, dauert es, zu Fuß nach Tansania zu gehen. Jetzt war er in Hamburg.

Mit seiner 18.232 Kilometer langen Wanderung durch Europa bis Tansania will er den Menschen in dem Dorf Lengasti etwas Gutes tun: Charlie sammelt Spenden, um den Menschen dort eine Trinkwasserversorgung ermöglichen zu können. „Die Menschen müssen ihr Trinkwasser täglich 19 Kilometer weit schleppen und Geld dafür bezahlen. Weil das zu mühsam ist oder weil sie kein Geld haben, trinken sie oft Dreckwasser aus Pfützen und werden krank“, sagt der 27-Jährige auf Englisch.

Er weiß das so genau, weil er dort für ein halbes Jahr gelebt und ein Waisenhaus geleitet hat. Nach Afrika war der ehemalige Soldat und Seemann gegangen, weil ihm die Bedeutung im Leben fehlte. Er wollte etwas Sinnvolles machen.

Dreckiges Wasser - alle 21 Sekunden stirbt ein Kind

„Wir machen uns keine Gedanken über sauberes Trinkwasser, weil es vorhanden ist. In Lengasti können es sich nur die Reichen leisten, das Trinkwasser mit einem Traktor ins Dorf transportieren zu lassen“ Lengasti ist kein Einzelfall.

Weltweit stirbt alle 21 Sekunden ein Kind an Krankheiten durch verdrecktes Trinkwasser. Die erste Etappe seines Fußmarsches ging von Esbjerg zur deutsch-dänischen Grenze, von Flensburg bis Hamburg. Gestern ist er nach Bremen gestartet. Seine Reise wird über die Niederlande, Belgien, Frankreich und Spanien gehen. Dann mit der Fähre nach Marokko, durch die West-Sahara und Mauretanien. 28 Länder werden es bis zum Ziel in Tansania sein. Die Nächte hat Charlie bislang in einem Zelt und in einer Hängematte im Wald verbracht und über Couchsurfing in einem Bett.

Charlie hofft auf Nachahmer. Jede Aktion sei willkommen, solange es darum geht, armen Regionen eine Trinkwasserversorgung zu ermöglichen.

Wer Charlie unterstützen und sich über dessen Fußmarsch informieren möchte: Infos gibt es unter www.walkingforwater.dk