Fuhlsbüttel

20 Flüchtlinge aus Afghanistan landen ohne Visa in Hamburg

Flüchtlinge in Hamburg

Flüchtlinge in Hamburg

Foto: Axel Heimken

Für die Schleusung haben die Afghanen pro Familie nach Angaben der Polizei vier- bis fünfstellige Euro-Beträge bezahlt.

Hamburg.  Die Polizei hat fünf afghanische Familien mit vier Kindern und fünf weitere afghanische Staatsangehörige am Flughafen Hamburg aufgegriffen, die mit einer Maschine der „Germania“ aus der Stadt Maschhad im Iran illegal nach Deutschland einreisen wollten. Die 20 Flüchtlinge hatten weder Ausweise noch Visa bei sich. Die fünf Kinder (2, 4, 9, 11, 13 Jahre), sechs Frauen (23 bis 57 Jahre) und neun Männer (20 bis 57 Jahre) wurden am Flughafen zunächst mit Essen und Getränken versorgt. Für die Schleusung haben die Afghanen pro Familie nach Angaben der Polizei vier- bis fünfstellige Euro-Beträge bezahlt.

Die Flüchtlinge wurden an die Erstaufnahmestelle in Harburg weitergeleitet. „Es kommt immer mal wieder vor, dass sich an Bord von Flugzeugen aus Krisengebieten ein, zwei Flüchtlinge befinden, die versuchen, illegal einzureisen“, sagte Polizeisprecher Hans-Jürgen Hansen dem Abendblatt. Ein Fall dieser Größenordnung mit 20 Flüchtlingen an Bord eines einzigen Jets sei die Ausnahme. Die Polizei habe die „Germania“ ermahnt, ihre Ausweis- und Visakontrollen am Check-in konsequent wahrzunehmen.