Carola Ensslen verlässt die SPD und tritt in die Linkspartei ein

Eimsbüttel. Nach 13 Jahren Mitgliedschaft tritt Carola Ensslen aus der SPD aus. Die ehemalige Vorsitzende des Distrikts Eimsbüttel-Nord begründete den Schritt mit einer „inhaltlichen Entfremdung“ von der Partei. Sie kündigte an, in die Linkspartei eintreten zu wollen. Ensslen war in der Vergangenheit immer wieder mit kritischen Äußerungen gegenüber der Politik von SPD-Bürgermeister Olaf Scholz aufgefallen. Zuletzt hatte sie im vergangenen Jahr den Volksentscheid zum Rückkauf der Energienetze unterstützt und sich damit gegen die Linie der Sozialdemokraten positioniert. Sie habe eine Reihe politischer Weichenstellungen innerhalb der Partei nicht mehr mittragen können, gab Ensslen bekannt. Sie kritisierte den Politikstil des Landesvorsitzenden Scholz als autoritär. Ihre Partei habe in der Flüchtlingsfrage eine restriktive Linie verfolgt. Auch die Entscheidung der SPD-Mitglieder für die Große Koalition könne sie nicht mittragen. „Das brachte einmal mehr das Gefühl mit sich, in dieser Partei nicht mehr zu Hause zu sein.“