Tod nach der sechsten Brust-OP

Staatsanwaltschaft ordnet Obduktion von "Sexy Cora" an

"Sexy Cora" ist gestorben. Die 23-jährige lag nach einer Brust-Operation im künstlichen Koma. Staatsanwalt ordnet Obduktion an.

Hamburg. Die Hamburgerin Carolin Ebert alias "Sexy Cora" ist tot. Die Erotikdarstellerin aus Rahlstedt ist am Mittag im Universitätsklinikum Eppendorf gestorben, das bestätigte die Hamburger Staatsanwaltschaft. Darüber hinaus wurde die Obduktion des Leichnams angeordnet. Ermittelt wird nun wegen fahrlässiger Tötung. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

Die 23-Jährige wollte sich vor wenigen Tagen zum sechsten Mal ihre Brüste vergrößern lassen. Doch im Verlauf der Operation in der Alster-Klinik in Rotherbaum erlitt sie einen Herzstillstand, schwebte seitdem in Lebensgefahr. Nach der Operation war sie in das Universitätsklinikum Eppendorf verlegt worden. Dort war sie seit dem 11. Januar in ein künstliches Koma versetzt worden.

Die ermittelnden Beamten hatten den Hinweis auf mutmaßliche Behandlungsfehler von einem Rettungssanitäter erhalten. Laut Wilhelm Möllers, dem Sprecher der Hamburger Staatsanwaltschaft, waren daraufhin medizinische Geräte und Patientenunterlagen sichergestellt worden. Sollten die Ärzte verurteilt werden, drohen ihnen bis zu drei Jahre Haft.

Nun richten sich die Ermittlungen offenbar gegen eine 54-jährige Anästhesistin und einen 49-jährigen Chirurgen. Außerdem gehe die Behörde der Frage nach, ob die 23-jährige Darstellerin aus der RTL2-Sendung "Big Brother“ Wachstumshormone oder andere Substanzen eingenommen habe.

Den Vorwurf des Behandlungsfehlers weist die Klinik zurück. Geschäftsführer Peter Henscheid äußerte am Donnerstag sein tiefes Bedauern über den Tod der 23-Jährigen. Die Erotikdarstellerin wollte sich ihre Brüste Medienberichten zufolge von 70 F auf 70 G vergrößern lassen. Es wäre ihre sechste Operation dieser Art gewesen.