Aufforderung des Senats

Schulen sollen Pilot-Bibliotheken selbst bezahlen

Der Senat hatte die neun Büchereien mit multimedialem Angebot, Lesezonen und einer Bibliothekarsstelle 2009 für drei Jahre eingerichtet.

Hamburg. Schulsenator Ties Rabe (SPD) hat die neun Schulen mit Pilot-Schulbibliotheken aufgefordert, die Fortführung des Angebots aus dem eigenen Budget zu finanzieren. "Dass das klappen kann, zeigen andere Schulen mit gut funktionierenden Bibliotheken", sagte Rabe. Der schwarz-grüne Senat hatte die neun Büchereien mit multimedialem Angebot, Lesezonen Schülerarbeitsplätzen und einer Bibliothekarsstelle 2009 für drei Jahre eingerichtet. Wie berichtet, läuft die Förderung im Sommer aus.

+++ Medium Schulbibliothek: Lernen in der Bücherecke +++

+++ Mehr Geld für die Leseförderung +++

Rabe sieht es als gerecht an, wenn die neun Pilotschulen in sozial belasteten Stadtteilen nicht länger besser ausgestattet werden als die übrigen 300 Standorte. "Andere Schulen betreiben Bibliotheken und Leseförderung fantasievoll und mit den Bordmitteln der Schule", sagte der Senator.

Zuvor hatte sich der neue Elternkammer-Vorsitzende Michael Hartwig gegen die Streichung der Bibliothekenförderung gewendet. Hartwig schlägt vor, dass sich die Schulen Bücherhallen suchen, die als Kooperationspartner im Rahmen des Ganztagsschulausbaus die Stellen finanzieren.