Gutes Verhältnis

Kollegen nicht direkt als Nervensäge abstempeln

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Auch wenn einem eine Kollegin oder ein Kollege nicht direkt sympathisch ist: Mit einer offenen Einstellung trägt man zu einer konstruktiven Arbeitsatmosphäre bei.

Auch wenn einem eine Kollegin oder ein Kollege nicht direkt sympathisch ist: Mit einer offenen Einstellung trägt man zu einer konstruktiven Arbeitsatmosphäre bei.

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Sich ständig über die Eigenarten von Teammitgliedern aufzuregen, kann schlauchen. Aber was, wenn man einfach nicht harmoniert? Für einen konstruktiven Umgang sollte man auch an sich selbst arbeiten.

Hamburg. Wer will, kann sich mit nahezu allen Kolleginnen und Kollegen gut verstehen - selbst, wenn sie einem nicht auf Anhieb sympathisch sind. Das erklärt die Karriereberaterin Ragnhild Struss in einem Beitrag auf Xing. Für einen konstruktiven Umgang mit unterschiedlichen Charakteren sei in vielen Fällen auch der Grad der eigenen persönlichen Reife entscheidend.

Gerade in der Auseinandersetzung mit vermeintlich anstrengenden Teammitgliedern oder bei schwierigen zwischenmenschlichen Dynamiken würde man auf unbewusste Anteile der eigenen Persönlichkeit stoßen, die man aufarbeiten sollte. Die Gründerin der Karriereberatungsagentur Struss und Partner, gibt Beschäftigten aber Tipps an die Hand, wie sie auch mit Kolleginnen und Kollegen besser klarkommen, die sie eigentlich nicht sympathisch finden.

Intentionen hinterfragen

Eine Strategie zur der Struss rät, ist es, eine offene Einstellung gegenüber anderen zu pflegen. Nerviges Verhalten von Kolleginnen oder Kollegen sollte man ihr zufolge nicht persönlich nehmen oder auf sich selbst beziehen.

Besser ist es, zu hinterfragen, was die eigentliche Intention der Person sein könnte. Bewusst anderen zu schaden, sei ein äußerst seltenes Motiv, vielmehr seien auch andere darauf bedacht, etwas für ihr eigenes seelisches Wohlbefinden zu erreichen.

Gegenseitiges Verständnis fördern

Die Karriereberaterin illustriert das an einem Beispiel: Tritt ein Kollege immer als Bedenkenträger auf und legt ständig dar, was während eines Projekts alles nicht klappen könnte, sollte man reflektieren: Will der Kollege wirklich das Projekt oder gar einen selbst behindern? Oder geht es ihm darum, sich in Bezug auf das Projekt sicher zu fühlen?

Wer die Motivation und Absicht des Gegenübers ergründet und kennt, lasse eine wesentlich nüchternere Diskussion zu. Persönliche Angriffe werden vermieden und man selbst trägt dazu bei, gegenseitiges Verständnis im Team zu fördern.

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( dpa )