Info: Vielfalt

Wer Personengruppen ausschließt, verliert

Der Erfolgsfaktor "Diversity" wird unterschätzt. Der Frauenanteil insbesondere in den Führungsetagen liegt im europäischen Durchschnitt laut einer Erhebung von Accenture unter fünf Prozent. In deutschen Führungsebenen werden Positionen oft per Kuschel-Faktor besetzt. Viele Chefs laden nur in ihren Klub, wen sie kennen, und ignorieren die Kompetenz von Frauen. Dabei zeigen Studien: Frauen stehen Männern nach Meinung ihrer Chefs in zentralen Managementfähigkeiten in nichts nach. Deutschland kann gerade von nordeuropäischen Ländern einiges in Sachen "Diversity" lernen.

Immerhin setzen hierzulande Konzerne wie Siemens oder Deutsche Telekom das Thema heute häufiger auf die Tagesordnung. Fresenius etwa hat einen Vorstand aus verschiedenen Nationen, die offenbar ausgezeichnet zusammenarbeiten. Das Wissen um Märkte und Differenzierungschancen auf ihnen wird in Zukunft noch wichtiger. Hinzu kommt die Konkurrenz von Unternehmen aus Schwellenländern , die Herausforderungen teilweise anders angehen und sehr erfolgreich an den Weltmärkten Anteile gewinnen. In vielen Branchen geht es nicht mehr darum, bekannte Wege immer schneller und besser zu gehen, sondern andere Wege zu finden. Hier kann Diversity einen Beitrag leisten.