Corona

Hamburg sichert Hafenbetrieben finanzielle Entlastung zu

Blick über den Container Terminal Tollerort (CTT) der Hamburg Hafen und Logistik AG (HHLA). Wegen der Corona-Krise bleiben in Europa Schiffe aus.

Blick über den Container Terminal Tollerort (CTT) der Hamburg Hafen und Logistik AG (HHLA). Wegen der Corona-Krise bleiben in Europa Schiffe aus.

Foto: Christian Charisius/dpa

Wegen der Corona-Krise bleiben Schiffe aus, der Warenumschlag im Hamburger Hafen sinkt. So will die Wirtschaftsbehörde der Branche helfen.

Hamburg. Finanzielle Entlastung für die Betriebe im Hamburger Hafen: Alle Mieter der Hamburg Port Authority (HPA) können aufgrund der Coronakrise ab sofort die zinslose Stundung der Gebäude- und Grundstücksmieten für April, Mai und Juni beantragen, wie die Wirtschaftsbehörde am Dienstag mitteilte. Eine Stundung der Zahlungen ist bis Ende 2020 möglich.

Zudem müssen Reedereien und Hafenschiffer Entgelte im Hafen für April, Mai und Juni auf Antrag zunächst nicht zahlen. Dieser Aufschub gilt ebenfalls bis Ende 2020. Beim Liegegeld werden darüber hinaus vor allem umweltfreundliche Schiffe stark entlastet. Je nach Öko-Klassifizierung gelten vom 17. März bis 30. Juni Ermäßigungen beim Liegegeld von 20 bis 100 Prozent.

Zur Entlastung der von der Krise hart getroffenen Fahrgastschifffahrt – inklusive der Barkassen – wird die HPA auf die Erhebung der fälligen Hafennutzungsentgelte – den sogenannten Kombi-Entgelte – im zweiten Quartal komplett verzichten.

Branche lobt Hamburger Schutzschirm für den Hafen

„Der Hamburger Hafen muss auch in schwierigen Zeiten ohne Einschränkungen weiterlaufen. Deswegen helfen wir den Hafenbetrieben“, sagte Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos). „Unseren Hamburger Schutzschirm spannen wir auch über dem Hamburger Hafen auf.

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Das abgestimmte Paket wird auch in diesem Teil der maritimen Wirtschaft helfen, die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus einzudämmen. Gerade in der jetzigen Lage kann sich der Hamburger Hafen auf die Unterstützung des Senats verlassen“, ergänzte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD).

Aus der Branche gab es umgehend Lob für die Hilfen. „Das sind richtige Maßnahmen, um die Hafenwirtschaft in den kommenden, schwierigen Monaten zu stabilisieren“, sagte der Präsident des Unternehmensverbands Hafen Hamburg (UVHH), Gunther Bonz, dem Abendblatt. Seine weitergehende Forderung: Keine Mieterhöhungen für die Hafenbetriebe seitens der HPA in den kommenden fünf Jahren.