Kieler Ostseekai

Neue Details zu Blockierern von Kreuzfahrtschiff

Die Blockierer vor der „Zuiderdam“ in Kiel.

Die Blockierer vor der „Zuiderdam“ in Kiel.

Foto: dpa

Gruppe „Smash Cruiseshit“ hatte die Aktion offenbar penibel geplant. Teilnehmer hatten ihre Ausweise nicht bei sich.

Kiel/Hamburg. Nach der stundenlangen Festsetzung des Kreuzfahrtschiffes „Zuiderdam“ am Sonntag in Kiel werden weitere Details über das Vorgehen der Blockierer bekannt. Die „Kieler Nachrichten“ berichten unter Berufung auf Polizeikreise, dass die Gruppe „Smash Cruiseshit“ die Aktion offenbar penibel geplant hatte. So hätten die Teilnehmer ihre Ausweise mit Absicht nicht bei sich geführt und ihre Fingerkuppen präpariert, um bei einer Überprüfung schwerer identifizierbar zu sein.

Die Aktivisten, denen nun Hausfriedensbruch und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen wird, sollen 18 bis 60 Jahre alt sein. Nach Abendblatt-Informationen wird davon ausgegangen, dass auch andere Umweltgruppen im Vorfeld eingeweiht wurden. Erst nach sechs Stunden war die Blockade am Sonntag beendet – weil sie sich weigerten, den Bereich am Ostseekai zu verlassen, blieben einige Blockierer über Nacht im Polizeigewahrsam.

Es gilt als wahrscheinlich, dass die Reederei der „Zuiderdam“ einen Schadenersatz fordern wird. Eine entsprechende Anfrage des Abendblatts dazu ließ die Firma am Mittwoch aber unbeantwortet.