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Hapag-Lloyd rutscht vor Fusion in die roten Zahlen

Ein Containerschiff der Reederei Hapag-Lloyd

Ein Containerschiff der Reederei Hapag-Lloyd

Foto: Maurizio Gambarini / dpa

Der verschärfte Preiskampf im Container-Geschäft hat die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd wieder in die Verlustzone gedrückt.

Frankfurt. Deutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd steuert mit einem Halbjahresverlust auf ihre Fusion mit dem arabischen Rivalen UASC zu. Scharfer Wettbewerb und das verhaltene Wirtschaftswachstum in vielen Teilen der Welt brachten dem Hamburger Unternehmen in der ersten Jahreshälfte einen Betriebsverlust (Ebit) von 39,7 Millionen Euro ein, wie Hapag Lloyd am Mittwoch mitteilte.

Ein Jahr zuvor konnten die Hanseaten noch ein Plus von fast 268 Millionen Euro verbuchen. "Das Halbjahresergebnis ist enttäuschend", räumte Konzernchef Rolf Habben Janssen ein. Zwar laufe das Sparprogramm nach Plan. Dies habe aber nicht den Rückgang der durchschnittlichen Frachtraten um fast ein Fünftel ausgleichen können.

Fusion soll schnellstmöglich erfolgen

Im zweiten Halbjahr müsse Hapag deshalb die Kosten weiter senken, kündigte Habben Jansen an. Sparpotenzial sieht er vor allem im geplanten Zusammenschluss mit der United Arab Shipping Company (UASC) - und macht dabei Tempo: "Auf Grund des schwierigen Marktumfelds ist es umso wichtiger, die Transaktion mit UASC schnellstmöglich umzusetzen".

Die Aktionäre sollen auf einer Hauptversammlung voraussichtlich am 26. August das Vorhaben absegnen, das das Ergebnis zunächst mit Einmalaufwendungen belasten dürfte.