Gut verwahrt?

Test: Bankschließfächer mit lückenhaftem Versicherungsschutz

Für Wertsachen sind Bankschließfächer eine sichere Sache. Allerdings sollte der Versicherungsschutz stimmen.

Für Wertsachen sind Bankschließfächer eine sichere Sache. Allerdings sollte der Versicherungsschutz stimmen.

Foto: dpa

Wer Wertsachen sicher aufbewahren will, kann sich ein Schließfach bei einer Bank mieten. Allerdings lohnt ein Blick die Vertragsunterlagen. Denn nicht immer ist der Inhalt auch versichert.

Berlin. Ob Goldmünzen, Dokumente oder Schmuck - Wertsachen sind in einem Bankschließfach in der Regel gut aufgehoben. Allerdings ist der Inhalt nicht immer versichert. Das zeigt eine Stichprobe der Zeitschrift "Finanztest" (Ausgabe 3/2020).

Die Experten der Stiftung Warentest nahmen die Angebote von 29 Banken und 3 privaten Unternehmen unter die Lupe. Bei 6 davon war im Mietpreis keine Versicherung enthalten, bei anderen war die Versicherungssumme zu niedrig.

Diese schwankten zwischen 500 und 128.000 Euro. In der Regel können Mieter eines Schließfaches gegen Aufpreis zusätzlichen Schutz abschließen.

Kein Bargeld im Schließfach lagern

Bargeld sollten Kunden besser nicht in ihren Schließfächern lagern, raten die Tester. Denn das sei bei manchen Anbietern überhaupt nicht versichert. Für den Nachweis im Schadensfall müssen Kunden bei anderen Anbietern die Seriennummern der deponierten Geldscheine fotografieren.

Neben den Lücken im Versicherungsschutz stellten die Tester auch große Unterschiede bei den Preisen fest: Für Kunden der Banken reichen die Preise von 40 bis 200 Euro pro Jahr.

Manche Schließfächer nur für eigene Kunden

Ein weiteres Ergebnis: Verbraucher bekommen nicht überall ein Schließfach. Denn nicht alle Banken haben eigene Anlagen. Andere wiederum vermieten nur an eigene Kunden, die ein Girokonto bei ihnen haben.

Lediglich 10 der 29 Banken im Test vermieten Schließfächer auch an fremde Kunden. 5 Anbieter verlangen in diesem Fall aber höhere Preise von Nichtkunden.