Ausbildungsplätze

900 Lehrstellen in Hamburg immer noch unbesetzt

Senat, Wirtschaftskammern, Arbeitsagentur, Gewerkschaften und der Unternehmensverband Nord appellieren an Hamburger Jugendliche (Symbolbild).

Senat, Wirtschaftskammern, Arbeitsagentur, Gewerkschaften und der Unternehmensverband Nord appellieren an Hamburger Jugendliche (Symbolbild).

Foto: picture alliance/dpa | Georg Wendt

Auch die Handelskammer hat viele freie Stellen. Jetzt werden Jugendliche dazu aufgefordert, sich in den nächsten Wochen zu bewerben.

Hamburg.  In einem offenen Brief haben Senat, Wirtschaftskammern, Arbeitsagentur, Gewerkschaften und der Unternehmensverband Nord an Hamburger Jugendliche appelliert, sich noch in den nächsten Tagen und Wochen für eine Lehrstelle zu bewerben.

„Das Ausbildungsjahr hat zwar bereits begonnen, es stehen jedoch immer noch rund 900 freie Ausbildungsplätze zur Verfügung“, heißt es in dem Aufruf von Schul- und Sozialbehörde, Arbeitsagentur, Handwerks- und Handelskammer sowie des Arbeitgeberverbands und des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Er will künftige Auszubildende ermutigen, den ersten Schritt ins Berufsleben zu gehen.

Ausbildungsplätze bei Handwerkskammer frei

Allein bei der Handwerkskammer sind demnach aktuell noch 393 offene Ausbildungsplätze in 46 Berufen für 2021 gemeldet. Für einen Ausbildungsstart im kommenden Jahr stünden schon jetzt 831 freie Lehrstellen bereit. Einige Handwerksfirmen ermöglichten einen Ausbildungsstart noch in diesem Jahr. Zudem könne in manchen Gewerken eine Lehre auch am 1. Februar beginnen.

Die Online-Lehrstellenbörse der Handelskammer listet derzeit mehr als 130 freie Ausbildungsstellen auf, die ebenfalls noch verspätet besetzt werden können. Sowohl die Branchen Handel, Gesundheit, Handwerk, Logistik oder öffentliche Verwaltung, aber auch Hotellerie und Gastronomie suchen noch dringend nach guten Azubis.

Auch andere Angebote für Jugendliche in Hamburg

„Für jeden Schulabgänger und jede Schulabgängerin finden sich Wege, um mit einer qualifizierten Berufsausbildung zu beginnen“, heißt es in dem Appell. Für Jugendliche, die sich beworben, aber keine Lehrstelle bekommen haben, gebe es ebenfalls Angebote: Ihnen würden unter anderem Betriebspraktika und Berufsqualifizierungskurse vermittelt.

( HA )

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