Neue Tochterfirma

Streit über Airbus-Pläne: Politik unterstützt Betriebsrat

Jan-Marcus Hinz ist Gesamtbetriebsratschef der Airbus Operations GmbH. Er fürchtet massive Folgewirkungen für die Mitarbeiter, falls der Konzernumbau kommt.

Jan-Marcus Hinz ist Gesamtbetriebsratschef der Airbus Operations GmbH. Er fürchtet massive Folgewirkungen für die Mitarbeiter, falls der Konzernumbau kommt.

Foto: Roland Magunia

Der Hamburger Bundestagsabgeordnete Metin Hakverdi (SPD) spricht sich klar gegen die Auslagerung aus. Er fordert neue Konzepte.

Hamburg. Im Streit um die Auslagerung von Airbus-Beschäftigten in eine neue Tochterfirma bekommt der Betriebsrat des Konzerns jetzt Unterstützung von dem Hamburger Bundestagsabgeordneten Metin Hakverdi (SPD).

Dieser spricht sich klar gegen die Umstrukturierungspläne, die auch 1600 Airbus-Mitarbeiter in Hamburg betreffen, aus: „Wir halten es für falsch, inmitten der Covid-19-bedingten Krise des Unternehmens die Beschäftigten nach einem erfolgten massiven Personalabbau erneut zu verunsichern“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Hakverdi und dem Vorsitzenden des Airbus-Gesamtbetriebsrats, Jan-Marcus Hinz.

Hamburger Bundestagsabgeordneter kritisiert Airbus-Pläne

„Wenn man bedenkt, dass Milliardenbeträge an Steuergeldern in Airbus investiert wurden, ist es nicht akzeptabel, die derzeitige Krise für einen Umbau von Ausmaßen des ,Power 8‘-Programms von 2008 zu missbrauchen“, erklärte Hakverdi am Wochenende.

Vorgesehen ist unter anderem eine Ausgliederung der Rumpf-Strukturmontage in Hamburg und des kompletten Werks Stade sowie große Teile des zur Airbus-Gruppe gehörenden Zulieferers Premium Aerotec Group (PAG) in ein neues Tochterunternehmen.

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„Was das Unternehmen als notwendige Maßnahme für die Wettbewerbs­fähigkeit verkaufen möchte, ist in Wirklichkeit der Versuch das Unternehmen zu spalten, um unterschiedliche Arbeits- und Sozialstandards zu etablieren“, so Hinz. Dies sei „eine Provokation, die wir nicht hinnehmen werden.“

Hakverdi und Hinz erwarteten nun Konzepte, wie „ein gemeinsamer Weg in die Zukunft beschritten werden kann“. Die aktuellen Pläne des Konzerns seien dazu nicht geeignet.

( HA )

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