Finanzen

Jeder Hamburger hat im Schnitt 30.428 Euro gespart

Im Schnitt hat jeder Hansestädter 30.428 Euro an Spareinlagen

Im Schnitt hat jeder Hansestädter 30.428 Euro an Spareinlagen

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Hamburger gehören bundesweit weiterhin zu den aktivsten Sparern. Zuletzt haben sie jedoch weniger auf die hohe Kante gelegt.

Hamburg.  Die Hamburger gehören bundesweit weiterhin zu den aktivsten Sparern, haben aber zuletzt weniger auf die hohe Kante gelegt. Im Schnitt hat jeder Hansestädter 30.428 Euro an Spareinlagen, ermittelte anlässlich des Weltspartages die Postbank. Das sind zwar 778 Euro mehr als im Vorjahr. In allen anderen Bundesländern war der Zuwachs aber höher. So haben die Schlusslichter aus Brandenburg nur 14.770 Euro in Sicht- und Spareinlagen sowie Termingelder und Sparbriefe geparkt. Aber das Plus lag immerhin bei 861 Euro.

Den größten Zuwachs gab es in Berlin mit 2277 Euro. Mit nunmehr 32.029 Euro in Spareinlagen verdrängten die Hauptstädter die Hamburger auf Platz drei und liegen nun direkt hinter Spitzenreiter Hessen mit 52.431 Euro (plus 1061). Schleswig-Holsteiner sparen 27.590 Euro (plus 1062), Niedersachsen 21.958 Euro (plus 1125). Bundesweit lag das Wachstum bei 1158 Euro auf 26.232 Euro. Von 100 Euro verfügbaren Einkommen legen die Bundesbürger im Schnitt 10,90 Euro zur Seite. Die Sparquote von 10,9 Prozent erreichte damit ihren zweithöchsten Wert.

Corona-Pandemie hat das Sparverhalten der Bürger verändert

Nur 1995 lag sie mit 11,4 Prozent höher. Das stete Wachstum bei den Spareinlagen sei sicher zum großen Teil dem „in der Kindheit erlernten Sparfleiß der Bundesbürger geschuldet“, teilte die Postbank mit. Aber auch das Bedürfnis, Rücklagen für Unvorhergesehenes zu bilden und vielleicht fehlender Mut, Geld an der Börse zu investieren, führen zu steigenden Guthaben bei den klassischen Sparanlagen. Schließlich verharren die Zinsen immer noch auf historischen Tiefständen.

Die Corona-Pandemie habe zudem das Sparverhalten der Bürger verändert, so die Postbank unter Verweis auf eine repräsentative Umfrage der Marktforscher von Kantar. 43 Prozent nutzen verstärkt andere Anlageformen als vor der Krise. Jeder fünfte parkt sein Geld vermehrt auf dem Girokonto, zwölf Prozent auf dem Spar- und zehn Prozent auf dem Tagesgeldkonto. Vermehrt Aktien und Fondsanteile kaufen 13 Prozent.