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Airbus: Azubis demonstrieren für sichere Jobs

Eine Fahne der IG Metall (Symbolbild).

Eine Fahne der IG Metall (Symbolbild).

Foto: picture alliance

Verhandlungen gehen in die entscheidende Phase. IG Metall schaltet sich jetzt intensiv in die Gespräche ein.

Hamburg.  Die Verhandlungen über den geplanten Jobabbau bei Airbus gehen in die entscheidende Phase. Nachdem sich bisher vor allem der Konzernbetriebsrat mit dem Management getroffen hat, schaltet sich am morgigen Donnerstag die IG Metall intensiv in die Gespräche ein.

Die Gewerkschaft wird ­erstmals mit ihrer zehnköpfigen Tarifkommission anrücken. Eine Stunde vor dem Treffen im Hotel Leonardo in der City Nord soll es dort um 9 Uhr eine Protestaktion geben, bei der viele Auszubildende erwartet werden.

Während Airbus-Chef Guillaume Faury in einer Rundmail die Belegschaft auf Entlassungen einstimmte (Zitat: „Es ist unwahrscheinlich, dass freiwillige Austritte ausreichen werden.“), ist das oberste Ziel der IG Metall genau diese zu verhindern. Der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen, der momentan bis Ende des Jahres gilt, soll fortgeschrieben werden. Airbus will wegen der Branchenkrise in Deutschland 6000 Stellen streichen, in Hamburg sind es 2260 und damit etwa jeder siebte Job.

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„In der Krise sind alle gemeinsam gefordert. Geschäftsführung, Betriebsrat und IG Metall müssen den Knoten durchschlagen und in den Verhandlungen eine Lösung finden, wie Beschäftigung und Standorte gesichert werden“, sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste. Mit Instrumenten wie Kurzarbeit und Vier-Tage-Woche könnten Kündigungen verhindert werden. Um starke Lohneinbußen zu verhindern, verlangt die IG Metall eine Aufstockung durch den Konzern. In den Verhandlungen solle es zudem um ein Zukunftskonzept für den Standort Bremen, die Airbus-Tochter Premium Aerotec und den Erhalt von Ausbildungsplätzen sowie die Übernahme nach der Lehre gehen.