Konsumgüter

Bei Unilever droht der Abbau von Arbeitsplätzen

Das Logo des Unilever-Konzerns (Symbolbild).

Das Logo des Unilever-Konzerns (Symbolbild).

Foto: imago images / Pro Shots

Das Außer-Haus-Geschäft mit Eis wird neu zugeschnitten. Corona beschleunigt Pläne. Auch Beschäftigte in Hamburg sind betroffen.

Hamburg.  Unilever legt Geschäftsbereiche zusammen und streicht auf diese Weise möglicherweise auch Dutzende Jobs. „Wir haben unsere Mitarbeitenden über unseren Plan informiert, in Deutschland, der Schweiz und Österreich (DACH) im Außer-Haus-Markt die Geschäftsbereiche Foods und Eiscreme zusammenzulegen“, sagte Unilever-Sprecher Konstantin Bark dem Abendblatt auf Anfrage. Von den Plänen betroffene Marken sind etwa Langnese und Knorr im sogenannten „Foods“- also im Lebensmittelsortiment.

Unter dem „Außer-Haus-Geschäft“ sind zum Beispiel Restaurants, Kantinen und Kioske zu verstehen. Zuvor hatte die „Lebensmittelzeitung“ über die Pläne des Konsumgüterkonzerns mit Deutschland-Zentrale in Hamburg berichtet. Im Branchenblatt heißt es, rund 90 Mitarbeiter könnten von Stellenstreichungen betroffen sein, in einem Bereich, der derzeit rund 450 Beschäftigte umfasst.

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Der Unilever-Sprecher sagte, im Zuge der Zusammenlegung seien „Personalanpassungen nicht auszuschließen. In welchem Umfang und in welchem Zeitraum diese umgesetzt werden, steht noch nicht fest.“ Auch Hamburg sei von den Plänen betroffen, sagte Hermann Soggeberg, der Vorsitzende des Konzernbetriebsrats bei Unilever Deutschland. „Die Zahl der in der Hansestadt von dieser Maßnahme betroffenen Beschäftigten ist aber noch unklar.“

Außer-Haus-Konsum während Corona deutlich zurückgegangen

Der jetzigen Ankündigung sei ein erfolgreiches Projektpilot vorausgegangen, sagte Bark. „Damit haben wir eine Zusammenarbeit beider Geschäftsbereiche getestet, zunächst beschränkt auf Deutschland und auf Fokussortimente.“

Während der starken Ausbreitung des Coronavirus war der Außer-Haus-Konsum deutlich zurückgegangen, weil Restaurants zeitweise geschlossen waren. Firmenkantinen sind wegen des Homeoffice noch immer nicht ausgelastet oder stillgelegt. „Wann und in welcher Intensität sich diese Entwicklung wieder umkehrt, lässt sich schwer abschätzen.

Somit hat die Pandemie die Notwendigkeit, unser Außer-Haus-Geschäft neu zu denken, zwar nicht verursacht aber beschleunigt“, sagte Bark. In den Supermärkten haben einige Unilever-Marken auch während der Krise zugelegt. Dazu gehören Magnum, Ben & Jerry’s oder die neu eingeführten Produkte von Vegetarian Butchers.