Hamburger Beiersdorf-Konzern

Eucerin bald ohne Beipackzettel und Mikroplastik

Zentrale der Beiersdorf AG an der Unnastraße.

Zentrale der Beiersdorf AG an der Unnastraße.

Foto: Marcelo Hernandez

Für die Hautpflegeprodukte wird es ab Juli 2021 keine Packungsbeilagen mehr geben. Einsparung von 20 Millionen Beipackzetteln pro Jahr.

Hamburg.  Der Hamburger Beiersdorf-Konzern geht bei seiner Marke Eucerin neue Wege beim Thema Nachhaltigkeit. Für die Hautpflegeprodukte wird es ab Juli 2021 keine Packungsbeilagen mehr geben. So sollen weltweit 20 Millionen Beipackzettel pro Jahr eingespart werden, was nach Angaben des DAX-Unternehmens 47 Tonnen Papier entspricht.

Seit diesem Monat werden bereits 80 Prozent aller Eucerin-Produkte weltweit ohne Beipackzettel hergestellt. „Wir haben sorgfältig geprüft, welche der Informationen auf den Packungsbeilagen in rechtlicher Hinsicht oder für die Verbraucher relevant sind. Alle relevanten Informationen bleiben erhalten. Um Papier zu sparen, werden sie jedoch auf die Verpackung gedruckt oder auf der Website von Eucerin bereitgestellt“, sagte Beiersdorf-Managerin Wiebke Maerker-Scheel.

Papierverbrauch soll reduziert werden

Mit weiteren Maßnahmen soll der Papierverbrauch zusätzlich reduziert werden. So wird zum Beispiel der AtopiControl Balsam ab September 2020 in Apotheken ohne Faltschachtel verkauft. „Weitere Produkte und Serien werden in den kommenden Jahren diesem Beispiel folgen“, so Beiersdorf. Auf diesem Weg will der Konzern bis 2025 weitere 90 Tonnen Papier pro Jahr einsparen. Darüber hinaus testet die Marke neue Kartonmaterialien für ihre Faltschachteln, um den Papierbedarf weiter zu senken. Insgesamt erwartet Eucerin bis 2025 eine Reduzierung des jährlichen Papierverbrauchs um 175 Tonnen gegenüber 2019.

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Doch es soll nicht bei der Reduktion von Papier und Pappe allein bleiben. Beiersorf will bei Eucerin immer weniger nicht recycelfähigen Kunststoff einsetzen und bei der Marke bis zum Jahr 2023 komplett auf Mikroplastik in den Rezepturen verzichten.

( ode )

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