Hamburg

Handwerker loben Zuwanderungsgesetz für Fachkräfte

Mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz soll gezielt Personal für Mangelberufe angeworben werden.

Mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz soll gezielt Personal für Mangelberufe angeworben werden.

Foto: Soeren Stache / dpa

Handwerkskammer hofft, dass bürokratische Hindernisse abgebaut und die Einreiseverfahren beschleunigt werden.

Hamburg.  Das neue Gesetz zur erleichterten Zuwanderung von Fachkräften stößt bei Hamburgs Handwerk auf Erleichterung. „Das Handwerk braucht qualifizierte Zuwanderer mit handwerklicher Ausbildung und Deutschkenntnissen. Wir setzen große Hoffnung in das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz, mit dem bürokratische Hindernisse abgebaut und die Einreiseverfahren beschleunigt werden“, sagte der Präsident der Handwerkskammer Hjalmar Stemmann am Wochenende.

Schnelle Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

Die Handwerkskammer stehe rasch und flexibel für die Anerkennung der ausländischen Berufsabschlüsse bereit und biete zahlreiche Maßnahmen der Anpassungsqualifizierung, sollten die ausländischen Abschlüsse nicht gleichwertig mit den deutschen sein. „Besonders begrüßen wir, dass Personen mit teilweiser Anerkennung einer ausländischen Berufsqualifikation, die ein konkretes Arbeitsplatzangebot vorweisen können, eine Aufenthaltserlaubnis für die Durchführung einer Anpassungsqualifizierung bekommen“, sagte Stemmann. „Ich bin überzeugt, dass dieses Mehr an Sicherheit für Arbeitskraft und Betrieb in hohem Maße positiv auf die Zukunftsfähigkeit des Hamburger Handwerks einzahlen wird.“

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Am Sonntag ist das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft getreten. Es gilt für Ausländer mit abgeschlossenem Studium oder einer qualifizierten Berufsausbildung – beides muss entweder in Deutschland erworben oder mit einer deutschen Qualifikation vergleichbar sein. Ob die Fachkraft entsprechend qualifiziert ist, wird in einem Anerkennungsverfahren beurteilt. Die bisherige Beschränkung auf sogenannte Engpass- oder Mangelberufe entfällt. Zudem wird auf die Vorrangprüfung verzichtet.