Hamburg

Ermittlungen gegen Co-Chef von Berenberg Bank eingestellt

Hendrik Riehmer ist Mitinhaber der Berenberg Bank in Hamburg.

Hendrik Riehmer ist Mitinhaber der Berenberg Bank in Hamburg.

Foto: Michael Arning/Bertold Fabricius/Montage: HA

Verdacht auf Weitergabe von Insiderinformationen bewahrheitet sich nicht. Was der Betroffene nun sagt.

Hamburg. Es war eine viel beachtete Razzia bei einem der wichtigsten Privatbankiers in Hamburg. Im Frühjahr 2019 hatten sich Beamte des Landeskriminalamtes und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Zugang zur Villa von Hendrik Riehmer, Co-Chef des Bankhauses Berenberg, sowie zu einem Haus eines Hamburger Immobilienunternehmers verschafft. Der Vorwurf: Verstoß gegen das Wertpapierhandelsgesetz.

Zwei Personen sollten aufgrund von Insiderinformationen bei dem Verkauf von Aktien der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd durch den Reisekonzern TUI im Sommer 2017 große Wertsteigerungen mit Hapag-Lloyd-Aktien erzielt haben. Nun sind die Ermittlungen mangels Tatverdachts eingestellt worden – und zwar gegen alle Beteiligten, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hamburg dem Abendblatt am Mittwoch bestätigte.

Berenberg Bank: Riehmer wurde zu Unrecht verdächtigtt

Riehmer sei „zu Unrecht verdächtigt worden, Insiderinformationen weitergegeben zu haben“, schreibt das Bankhaus Berenberg dazu in einer Stellungnahme. Und weiter heißt es dort: Man habe bereits direkt nach Bekanntwerden des Ermittlungsverfahrens mitgeteilt, dass das Bankhaus fest davon ausgehe, dass sich der Verdacht nicht bestätigen werde. „Mit der Einstellung des Verfahrens hat sich dies nun offiziell bewahrheitet.“

Hendrik Riehmer selbst ließ über die Bank mitteilen: „Ich bin froh, dass die zuständige Ermittlungsbehörde nun nach rund einem Jahr Ermittlungsarbeit zu der Überzeugung gelangt ist, dass die Vorwürfe unbegründet waren und so der Ruf meiner Person und unseres Hauses durch dieses Thema nicht weiter beschädigt wird.“