Getränkekonzern

Coca-Cola schließt Standort in Hamburg – 85 Jobs betroffen

Die Hamburger Coca-Cola-Niederlassung in Bramfeld wird Ende September geschlossen.

Die Hamburger Coca-Cola-Niederlassung in Bramfeld wird Ende September geschlossen.

Foto: Andreas Laible

Nach mehr als 60 Jahren ist in Bramfeld Schluss. Boxlegende Max Schmeling hatte einst die Konzession übernommen.

Hamburg.  Der internationale Getränkekonzern Coca-Cola schließt nach mehr als 60 Jahren den traditionsreichen Standort in Hamburg. Die Coca-Cola European Partners Deutschland beabsichtige ihr Logistiknetzwerk weiter zu bündeln, hieß es in einer Mitteilung. Am 30. September ist Schluss.

85 der 193 Arbeitsplätze werden gestrichen. Es sei geplant, einen Teil der Aktivitäten an die Niederlassungen in Neumünster, Mölln und Achim zu verlagern. Die Logistik für das Hamburger Stadtgebiet werde von externen Partnern übernommen. Auch Wartung und Kundenbetreuung werden eingestellt.

Mit Boxlegende Max Schmeling kam Coca-Cola nach Hamburg

Hintergrund sind Veränderungen beim Bezug der Ware von Coca-Cola. So werde ein immer größerer Teil direkt in die Zentrallager der Kunden geliefert. Dadurch sei die Auslastung in Hamburg zuletzt deutlich gesunken. Das Unternehmen mit 8000 Mitarbeitern in Deutschland kündigte an, dass betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden sollen.

Unter anderem werden Abfindungen und Jobangebote an anderen Standorten angeboten. Bundesweit schließt Coca-Cola fünf Logistikstandorte. Bereits Mitte der 50er-Jahre hatte Boxlegende Max Schmeling die Coca-Cola-Konzession in Hamburg übernommen. 2018 waren aus dem Lager in Bramfeld 2,3 Millionen Kisten an Handelspartner transportiert worden.