Sparprodukt

Mäusekonto-Zins der Haspa sinkt am 1. Februar

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Volker Mester
Haspa-Chef Harald Vogelsang mit Manni, der Maus.

Haspa-Chef Harald Vogelsang mit Manni, der Maus.

Foto: Michael Rauhe / HA

Bislang zahlte die Hamburger Sparkasse 3,0 Prozent – damit ist nun Schluss. Welche Alternativen es künftig für die Kinder gibt.

Hamburg.  Rund 138.000 Kinder profitieren von einem besonders groß­zügig verzinsten Sparprodukt der Haspa: Nicht weniger als 3,0 Prozent zahlt die Sparkasse darauf, wenn auch nur bis zu einem Guthaben von 500 Euro. Doch die Tage dieses üppigen Zinssatzes, der seit 2014 gilt, sind gezählt. Zum 1. Februar sinkt er auf 2,0 Prozent.

„Im aktuellen Niedrigzinsumfeld ist das ein sehr attraktives Angebot und ein höherer Zinssatz, als ihn die meisten anderen Banken bieten“, sagt dazu ein Haspa-Sprecher. Die übrigen Konditionen bleiben gleich: Der Sonderzinssatz wird bis zum 14. Lebensjahr gewährt, oberhalb des Betrages von 500 Euro gibt es nur noch 0,01 Prozent.

Negativzinsen sind für Banken eine Belastung

Haspa-Chef Harald Vogelsang hatte Anfang Dezember im Abendblatt-Interview gesagt, man überlege, die Zinsen auf das Kinderkonto zu senken. Er begründete das mit der Geldpolitik der Europä­ischen Zentralbank (EZB): „Für uns und die Bankenbranche insgesamt sind die Negativzinsen, die wir an die EZB zahlen müssen, eine enorme Belastung.“

Mit der Mäusekonto-Zinssenkung hat dann allerdings ein lokaler Wettbewerber bei den Konditionen für Kinder-Sparprodukte die Nase vorn: Die Hamburger Volksbank bietet mit dem VR-StartKonto weiter 3,0 Prozent Verzinsung bis zu einem Guthaben von 500 Euro, auf die Beträge zwischen 500 Euro und 1000 Euro gibt es 0,1 Prozent. Das Angebot, das nach Angaben der Volksbank von 18.500 jungen Kunden wahrgenommen wird, gilt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre.

Auf Kinder-Sparkonten gibt es selten mehr als 0,5 Prozent

Bei der PSD Bank Nord gibt es für Schüler, Azubis und Studenten unter 25 Jahren ein Girokonto mit einer Guthabenverzinsung von 2,0 Prozent bis 750 Euro. Derart hohe Zinsen, wie sie die drei Hamburger Institute gewähren, sind in der deutschen Bankenlandschaft sonst jedoch eher die Ausnahme.

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Bundesweit erhältlich ist das Junior-Sparkonto der Targobank, auf dem Personen unter 18 Jahren 1,5 Prozent Zinsen bis zu einem Guthaben von 1000 Euro gutgeschrieben werden, für Beträge zwischen 1000 Euro und 5000 Euro sind es 0,25 Prozent. Die Commerzbank bietet 0,55 Prozent für Kinder bis zu einschließlich neun Jahren und Beträgen bis maximal 10.000 Euro.

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Nach Angaben der Stiftung Warentest gibt es aber selten mehr als 0,5 Prozent, höhere Zinsen finden sich in der Regel allenfalls bei regional tätigen Instituten. Dazu gehört die Evenord-Bank aus Nürnberg. Ihr e-elefanto-Sparbuch für Kinder bis zu 16 Jahren war noch im vergangenen Jahr mit 2,0 Prozent verzinst, seit Januar sind es 1,0 Prozent bis 2500 Euro. Ebenfalls 1,0 Prozent bieten zum Beispiel die BBBank aus Karlsruhe und die Ostsächsische Sparkasse Dresden, aber jeweils nur auf Guthaben bis zu 1000 Euro.

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