Hamburger Flughafen

Miniatur Wunderland nimmt Lufthansa-Streik auf die Schippe

Reisende stehen am Morgen am Flughafen Hamburg neben einem Lufthansa-Schild. Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo streikt bei der Lufthansa.

Reisende stehen am Morgen am Flughafen Hamburg neben einem Lufthansa-Schild. Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo streikt bei der Lufthansa.

Foto: Bodo Marks/dpa | Verwendung weltweit

In Hamburg fallen bis Freitagnacht 112 Flüge aus. Modellbauer aus dem Miniatur Wunderland nehmen den Tarifkonflikt trotzdem locker.

Hamburg. Der Streik des Kabinenpersonals der Lufthansa am Donnerstag und Freitag hat am Hamburger Flughafen schon am Donnerstagmorgen für erste Flugausfälle gesorgt. Die Flüge nach Frankfurt um 6.00 Uhr sowie nach München um 6.20 Uhr fielen aus. Spätere Verbindungen wurden auf den Abflugtafeln im Flughafen als gestrichen angezeigt. An den Check-In-Schaltern bildeten sich am Morgen die ersten kleineren Schlangen. Der Streik sorgte auch unter Passagieren anderer Airlines teilweise für Verunsicherung. Einige befürchteten, dass auch sie von den Ausfällen betroffen sein könnten.

Eine Flughafen-Sprecherin sprach gegen 10.30 Uhr von einer vergleichsweise "ruhigen Lage". Die meisten betroffenen Passagiere hätten sich schon vorher über gestrichene Flüge informiert und seien erst gar nicht zum Airport gekommen.

54 Flüge in Hamburg betroffen

Laut der Sprecherin des Flughafens sind am Donnerstag insgesamt 54 Flüge der Lufthansa von und nach Hamburg gestrichen, darunter alle Frankfurt-Verbindungen, Nach München wird die Airline trotz des Streiks heute noch achtmal fliegen, zudem werden acht Flieger aus der bayrischen Metropole erwartet.

Am Freitag werden nach jetzigem Stand insgesamt 58 Flüge von und nach Hamburg wegfallen. Nach Frankfurt geht dann wie am Donnerstag keine einzige Maschine, es kommt auch keine in Hamburg an. Von und nach München fallen jeweils 13 Ankünfte und Abflüge aus, sechs Ankünfte und Abflüge finden statt.

Doch das kann sich kurzfristig noch ändern. Die Lufthansa empfiehlt allen Passagieren, ihre Verbindungen zu überprüfen und hat Ausweichmöglichkeiten angeboten.

Die Gewerkschaft UFO hat ihre Mitglieder im Tarifkonflikt zu einem insgesamt 48-stündigen Streik aufgerufen. Weltweit sind rund 1300 Flüge mit etwa 180.000 Passagieren betroffen.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr zeigte sich am Donnerstag zu einer Schlichtung bereit. Das Unternehmen wolle Gespräche führen, „mit dem Ziel, im Interesse unserer Kunden und Mitarbeiter die gestern von der UFO angebotene Schlichtung zu vereinbaren“, erklärte er. UFO-Vizechef Daniel Flohr reagierte zurückhaltend: „Wir müssen erstmal sehen, was das genau heißt. Wenn wir eine verbindliche Vereinbarung dazu bekommen, ist es denkbar.“

Miniatur Wunderland nimmt UFO wörtlich

Ein nicht ganz ernst gemeinter Beitrag zum Lufthansa-Streik kam am Donnerstag vom Miniatur Wunderland in Hamburg: "Breaking News: UFO legt Lufthansa lahm!" posteten die Modellbauer auf Facebook. Dazu ein kurzes Video, in dem ein Mini-Ufo über die Startbahn des Knuffingen Airports schwebt und so die Flugzeuge am Start hindert.